Inklusion eine Herausforderung für Kirchengemeinden

Synode des Evangelischen Dekanates Runkel tagte in Hadamar

Seit einiger Zeit geistert ein Begriff durch die Medien, wühlt er die Bildungslandschaft auf und beschäftigt jetzt auch die Evangelische Kirche, Inklusion. Im März 2009 ratifizierte die Bundesrepublik Deutschland die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN). Das Recht auf Inklusion ist ein Menschenrecht, Menschen mit Behinderungen genießen den vollen und gleichberechtigten Schutz aller Menschenrechte und Grundfreiheiten. Reimar Kremer vom Zentrum Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) machte die Synodalen des Evangelischen Dekanates Runkel mit dem Thema vertraut.
Die Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes, Irmgard Busch, hatte die Synode zu ihrer 10. Tagung in die Vitos-Klinik in Hadamar eingeladen. „Inklusion – Eine Herausforderung für die Kirchengemeinden“ war das Schwerpunktthema, zu dem neben Reimar Kremer auch Burkhard Jacobs, Pfarrer für Gehörlosenseelsorge im Dekanat referierte.
Kremer fasste den Inhalt der Menschenrechtskonvention zusammen: Niemand darf über das Leben eines anderen bestimmen, auch Behinderte haben das Recht selbst zu bestimmen, wie und wo sie leben möchten. Kremer machte deutlich, dass körperliche, seelische, sprachliche, psychische und intellektuelle Behinderungen als Ausdruck einer schöpferischen Vielfalt angenommen werden sollten, die zum kulturellen Reichtum der Gesellschaft beitragen. Alle Menschen leben in dieser Gesellschaft in Verschiedenheit und Vielfalt zusammen. Sonderwelten soll es zukünftig nicht mehr geben, sondern gleichberechtigtes Einbeziehen aller in die Gesellschaft. Integration wird durch Inklusion ersetzt. Inklusion heißt zu erkennen, dass alle Menschen verschieden sind und in ihrer Verschiedenheit besondere Aufmerksamkeit verdienen. Inklusion nimmt alle tatsächlichen und zugeschriebenen Unterschiede von Menschen in den Blick, auch Alter, Geschlecht, Begabung, sexuelle Neigung, Behinderung, Kultur, Ethnie und Religion. In der Realität sieht es, darauf wies Kremer hin, oft noch nicht nach gleichberechtigtem Miteinander aus, auch nicht in den evangelischen Kirchengemeinden. So sind viele Kirchen und Gemeindehäuser nicht barrierefrei, ist die Sprache im Gottesdienst wie im Alltag zu kompliziert, erschreckt die Informationsflut. Doch, so Kremer, „wir alle sind in diesem Bereich Lernende“. Am besten lernt man gemeinsam, Inklusion ist auch für die Kirchengemeinden Neuland. Das Thema wird alle in den Kirchengemeinden und darüber hinaus fordern und herausfordern und das „sicher die nächsten Jahrzehnte“.

Gestaltung des Jahresthemas 2014 Schwerpunkt der Frühjahrssynode

Die Gestaltung des Jahresthemas 2014/15, „Die Bibel – (k)ein Buch mit sieben Siegeln“ steht im Mittelpunkt der Beratungen der neunten Tagung der elften Dekanatssynode des Evangelischen Dekanates Runkel. Die Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes, Irmgard Busch, lädt die Synodalen dazu in die Mehrzweckhalle Dauborn ein.
Am „Bibelsonntag“ im Januar 2014 fiel der Startschuss zum aktuellen Jahresthema des Dekanates. Den Synodalen werden in Dauborn weitere Ideen und Vorschläge zur inhaltlichen Füllung des Themas vorgestellt und gemeinsam soll die Ausgestaltung in drei Regionen des Dekanates erarbeitet werden.
Zu den weiteren Themen der Tagung gehören ein Bericht der Arbeitsgruppe „Das Dekanat im Wald“ über das im Frühjahr beginnende Bienenprojekt und die Präsentation des „Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM)“ durch die Mitarbeitendenvertretung (MAV) des Dekanates. Zur Aussprache eingeladen siind die Synodalen über die schriftlich vorliegenden Berichte aus der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Dekanatsjugendarbeit, des Dekanatsjugendpfarrers, des Dekanatskirchenmusikers und der Fachstelle Öffentlichkeitsarbeit. Bericht aus den Kirchengemeinden und ein Arbeitsbericht der als gast an der Synode teilnehmenden Pröpstin der Propstei Nord-Nassau der EKHN ergänzen die Tagesordnung.
Die Synode am Freitag, dem 14. März 2014 beginnt mit einem Gottesdienst um 16.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Dauborn und wird anschließend in der Mehrzweckhalle fort gesetzt.

Pilgern – zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf dem Wasser

Herbstsynode sammelt Ideen zum Jahresthema 2014

Die Ausgestaltung des neuen Jahresthemas „(K)ein Buch mit sieben Siegeln – die Bibel“ stand im Mittelpunkt der Herbstsynode des Evangelischen Dekanates Runkel. Schöpferisch und kreativ sammelten die Synodalen Ideen und Anregungen, mit welchen Inhalten das Jahresthema gefüllt werden könnte. Die Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes, Irmgard Busch, hatte die Synodalen zu ihrer achten Tagung in die Vitosklinik nach Hadamar eingeladen.
Der Gottesdienst in der Ägidienkirche war eine festliche Einstimmung auf die Tagung, zu der auch der Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde Hadamar unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann wesentlich beitrug.
Inspiriert vom Gottesdienst sammelten die Synodalen Vorschläge für die Umsetzung des Jahresthemas. Sie reichten von Pilgern auf dem Wasser („Was trägt mich denn, wenn ich mal keinen festen Boden mehr unter den Füßen habe?“) über ein Bibeltheater, eine Bibel-Lesenacht, ein Bibelquiz, Vorträgen bis zum Besuch des „Bibelmobil“ im Dekanat. Joachim Naurath wird mit einer vorbereitenden Arbeitsgruppe die Ideen sichten und sie in und mit den Gemeinden des Dekanates umsetzen.
Dekan Manfred Pollex berichtete der Synode über die zum 1. Januar 2015 um zu setzende Pfarrstellenbemessung, den Fortgang der Neuordnung der Dekanate in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Personalsituation. Der Dekan betonte, dass die Pfarrstellenbemessung dem Dekanat keine besonderen Probleme bereite und dass über die von der Kirchenleitung vorgeschlagene Fusion mit dem Dekanat Weilburg erste Gespräche mit dem Dekanatssynodalvorstand des Nachbardekanates statt- gefunden haben.
Mit dem Weggang von Pfarrer Christian Pohl und dem Wechsel von Pfarrer Joachim Naurath sind die Pfarrstelle in Heckholzhausen und die Pfarrvikarsstelle in Limburg vakant.
Einstimmig nahm die Synode die Jahresrechnung 2012 und den Haushalt 2014 des Dekanates an. Auch den Jahresbericht 2012 und den Wirtschaftsplan 2014 der Diakoniestation Brechen nahmen die Synodalen einstimmig ab. Vorstandsvorsitzender Christian Harms informierte die Synode, dass die Station beim wirtschaftlichen Ranking der 61 Diakonie- und Sozialstationen sowie diakonischen Pflegedienste in der EKHN Rang 2 erreicht habe. Kräftiger Applaus der Synodalen dankte allen Beschäftigten, die daran mitgewirkt haben, diese hervorragende Position zu erreichen.
Mit einem Gebet zur Nacht beendete Irmgard Busch die Synode und lud zur Frühjahrstagung am 14. März 2013 ein.


Nachhaltige Energieversorgung Schwerpunktthema der Dekanatssynode

Über die Chancen und Konsequenzen nachhaltiger Energieversorgung in Kirchengemeinden und dem Dekanat befasste sich die 11. Synode des Evangelischen Dekanates Runkel auf ihrer Frühjahrstagung in hadamar. Dr. Hubert Meisinger vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) stellte verschiedene Modelle und Initiativen im Raum der EKHN vor, die sich bereits seit längerem mit dem Thema befassen.
Der Pfarrer erinnerte daran, dass nicht erst nach den Ereignissen in Fukushima in Deutschland eine Diskussion über di9e Gefahren der Kernkraft in Gang gekommen sei. Bereits die Vorfälle in Harrisburg 1979 und Tschernobyl 1986 hätte zu heftigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über Vorteile und Gefahren der friedlichen Nutzung der Kernernergie geführt. Meisinger ging auf die aktuelle Entwicklung insoweit ein als er darauf hinwies, dass anders als von Vertretern der Stromwirtschaft vorher gesagt Deutschland in diesem Winter keinen Strom aus Frankreich (wo fast 75% aus Kernenergie gewonnen wird) importieren, sondern im Gegenteil dorthin exportieren konnte. Grundlage der Energiediskussion in der EKH, so Meisinger, sind die ökologischen Leitlinien der Landeskirche, die von der Synode der Landeskirche auf deren Tagung 2011 in Weilburg in einer Resolution zu den Konsequenzen aus der Katastrophe in Fukushima noch einmal bestätigt wurden. In Arbeitsgruppen diskutierten die Synodalen Möglichkeiten zum Energiesparen. Der sorgsame Umgang mit der Schöpfung galt allen als wesentlicher Grundgedanke des Handelns in den Gemeinden und dem Dekanat. In seinem Fazit nahm Meisinger diese Gedanken auf und verwies auf Psalm 8 „Was ist der Mensch“. Eine der theologischen Herausforderungen der Nachhaltigkeitsdebatte sei die Frage, wie wir, nicht nur die Christen, unsere Welt wahrnehmen. Nicht erst Katastrophen, so der Pfarrer, sollten „uns über unsere Möglichkeiten zum nachhaltigen Umgang mit dem kostbaren Gut Energie“ intensiver nachdenken lassen.
Eröffnet wurde die Synode mit einem Gottesdienst in der Ägidienkirche der Vitos-Klinik in Hadamar. Dekan Manfred Pollex verabschiedete Pfarrer Thomas Eberl, der zweieinhalb Jahre die Profilstelle Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung des Dekanates inne hatte und dankte ihm für seine Arbeit.
In den Dank ausdrücklich mit einschloss der Dekan Ehefrau Cornelia und Tochter Janina, die Pfarrer Eberl immer sehr unterstützt und begleitet hätten. Für das neue Aufgabengebiet in der Kirchenverwaltung in Darmstadt wünschte der Dekan Eberl auch im Namen des Dekanatssynodalvorstandes und der Synode viel Erfolg.
In seinem Jahresbericht beschrieb Manfred Pollex schwerpunktmäßig den Stand der Umsetzung der gemeindepädagogischen Konzeption des Dekanates. Durch die Kürzung der Stellen in diesem Arbeitsfeld von 4,5 auf 3,5 war eine neu Konzeption erforderlich, um die gemeindepädagogische Versorgung für das gesamte Dekanat sicher zu stellen. Wesentliche Neuerung ist, dass die Gemeinden beim Dekanat gemeindepädagogische Projekte zeitlich befristete Projekte beantragen können, für die dann Mittel bewilligt und verantwortliche Gemeindepädagogen benannt werden.
Zwei wichtige Finanzentscheidungen traf die Synode einstimmig: der Haushalt 2012 des Dekanates in Höhe von € 845.887 wurde ebenso verabschiedet wie der Wirtschaftsplan der Diakoniestation in Brechen.
Außerdem stimmten die Synodalen einstimmig der Satzung für den neuen Regionalverwaltungsverband „Nassau Nord“ zu. In diesem werden die Regionalverwaltungen Limburg-Weilburg und Herborn-Biedenkopf zum 1. Januar 2013 zusammengeführt. Erforderlich sei die gemeinsame Verwaltungsregion, so René Fünders und Norbert Mai als Vertreter der beiden bisherigen Regionalverwaltungen, da hinsichtlich der personellen und finanziellen zukünftigen Ausrichtung kleinere Regionalverwaltungen nicht überlebensfähig seien.
Neben weiteren Berichten, die der Synode aus verschiedenen Arbeitsbereichen schriftlich oder mündlich vorgelegt wurden, stand die Wahl einer Beauftragten für die Frauenarbeit auf der Tagesordnung. Damit wurde die im vergangenen Jahr begonnene Neustrukturierung der Frauenarbeit im Dekanat – vorläufig – abgeschlossen. Die Synode wählte einstimmig Erika Preukschat zur neuen Frauenbeauftragten.
Nach einer langen, intensiven Tagung beendete die Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes, Irmgard Busch, die Tagung und dankte den Synodalen für ihre Mitarbeit und ihr Durchhaltevermögen.

Synode diskutiert Reform der Evangelischen Regionalverwaltungen

Schwerpunktthema der Herbsttagung der Synode des Evangelischen Dekanates Runkel war die geplante Zusammenlegung der Evangelischen Regionalverwaltungen Limburg-Weilburg und Herborn-Biedenkopf zu einer gemeinsamen Verwaltungsregion. René Fünders, Leiter der Ev. Regional-verwaltung Limburg-Weilburg erläuterte den Synodalen die Hintergründe der geplanten Neuordnung, stellte den aktuellen Stand der Planung dar und benannte die zur Umsetzung noch erforderlichen Schritte.
Grundlage für eine Neuorientierung sind die Beschlüsse der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) im Rahmen des Zukunftsprojektes „Perspektive 2025“. Darin wird als Meilenstein für das Jahr 2011 die Neustrukturierung der Verwaltungsregionen genannt. Die Kirchenverwaltung der EKHN hat einen Entwicklungsplan erstellt, in dem die Reduzierung der Regionalverwaltungen von derzeit 11 auf 8 – 9 vorgeschlagen wird. Aufgrund der vorgegebenen Einsparauflagen blieben im Jahr 2025 noch 5,3 Stellen in der Regionalverwaltung zur Erledigung der Pflichtaufgaben, heute sind es 9,3. Das Budget der Regionalverwaltungen wird bereits jetzt jährlich um 1,5 Prozent gekürzt. Um dauerhaft handlungsfähig zu bleiben, besteht also Handlungsbedarf: Ein Zusammenschluss ermöglicht Synergieeffekte bei gleichzeitigem Aufrechterhalten des Leistungsumfangs. Die Kirchenleitung der EKHN hat die Regionen aufgefordert, Konzepte für die Neustrukturierung zu erarbeiten, anderenfalls kann diese per Gesetz vollzogen werden. Getreu dem Motto „Besser agieren als reagieren“ begann der Vorstand der Regionalverwaltung Limburg-Weilburg bereits 2009 mit Planungen für die zukünftige Struktur. Als Ergebnis konstruktiver Gespräche mit der Regionalverwaltung Herborn-Biedenkopf kristallisierte sich die Bereitschaft heraus, beide Regionalverwaltungen zu fusionieren. In die Überlegungen mit einbezogen werden Planungen, die Verwaltung der Diakoniestationen in der EKHN in drei Regionalverwaltungen zu bündeln. Fünders nannte als ein Ergebnis der bisherigen Gespräche, dass es ab 2013 zumindest mittelfristig zwei Verwaltungsstandorte geben wird, Niedereisenhausen und Weilburg.
Das Verwaltungsgebiet umfasst dann die Dekanate Biedenkopf, Dillenburg, Gladenbach, Herborn, Runkel und Weilburg und reicht somit von Bromskirchen im Norden bis Kaltenholzhausen im Süden. Nun werden Konzepte erarbeitet mit den Zielen, Aufgaben zu zentralisieren, Ansprechpartner mit Ortskenntnissen vor zu finden, die Interessen der Mitarbeitenden hinsichtlich der Einsatzorte zu berücksichtigen und die gewünschten Synergieeffekte zu erzielen. Betriebsbedingte Kündigen sollen nicht erfolgen und Personaleinsparungen sozialverträglich umgesetzt werden. Der weitere Fahrplan sieht vor, dass im Frühjahr 2012 die Dekanatssynoden eine von der Kirchenleitung vorgelegte Satzung des neuen Regionalverwaltungsverbandes beschließen, die nach Veröffentlichung im Amtsblatt der EKHN in Kraft tritt. Läuft alles nach Plan, nimmt die neue Regionalverwaltung am 1. Januar 2013 ihre Arbeit auf. Nähere Informationen über die Aufgaben der Regionalverwaltungen sind zu finden auf www.ervlw.de.
Begonnen hatte die Synode im Pater-Richard-Henkes-Saal in Limburg mit einem Theaterstück zum Thema „Reformation“, aufgeführt von der Theatergruppe der Jugendfreizeitstätte Limburg. Die Jugendlichen hatten dem unter der Leitung von Hans Altenhofen eigenständig verfassten Stück den Titel „O tempora, o mores gegeben“. Lang anhaltender Beifall belohnte die Jugendlichen.

Pröpstin Puttkammer besucht Herbstsynode

Theaterstück der Jugendfreizeitstätte Limburg eröffnet die Tagung
Die seit einigen Wochen amtierende neue Pröpstin der Propstei Nord-Nassau der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Annegret Puttkammer, stattet der Synode des Evangelischen Dekanates Runkel ihren Antrittsbesuch ab. Sie wird ein Grußwort an die Synodalen richten.
Eröffnet wird die Synode, zu der Präses Irmgard Busch in den Pater-Richard-Henkes-Saal der Pallottinerkirche in Limburg einlädt nicht wie gewohnt mit einem Gottesdienst sondern mit einem Theaterstück. Jugendliche aus der Jugendfreizeitstätte (JFS) Limburg führen das Stück „O tempora, o mores“ auf, das sie unter Anleitung des Leiters der JFS, Hans Altenhofen, selbst geschrieben und inszeniert haben.
Schwerpunktthema der vierten Tagung der Elften Dekanatssynode ist die Vereinigung der Evangelischen Regionalverwaltungsverbände Limburg-Weilburg und Herborn-Biedenkopf zu einer gemeinsamen Verwaltungsregion. Der Vorstand der Regionalverwaltung Limburg-Weilburg wird über den aktuellen Planungsstand und die möglichen Konsequenzen für die Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen und Dekanate berichten, die von den Fusionsplänen betroffen sind.
Informiert werden die Synodalen über den aktuellen Stand der Vorbereitungen des Jahresthemas 2012 des Dekanates, „Glauben entdecken“ und die Ergebnisse des Perspektivausschusses zu den Dekanatsbeauftragungen. Zu den Pflichtaufgeben der Synod gehören die Abnahme der Jahresrechnung 2010 des Dekanates und des Jahresabschlusses 2010 der Diakoniestation in Brechen.
Die Tagung der Synode in der Pallottinerkirche, Wiebadener Straße 1 in Limburg am Freitag, dem 4. November 2011 beginnt um 16.30 Uhr.

Synode würdigt ehrenamtliches Engagement

Herbstsynode 2010 tagt in Neesbach
Lang anhaltender Beifall der Synodalen begleitete vier Prädikantinnen zurück zu Ihren Plätzen, nachdem Dekan Manfred Pollex sie während der Herbstsynode des Evangelischen Dekanates für 10 Jahre ehrenamtliches Wirken gewürdigt hatte. Im Auftrag der Kirchenleitung überreichte der Dekan Bettina Dörfler, Helmi Müller und Karin Schardt aus Hadamar sowie Astrid Stähler-Becker aus Kirberg eine Ehrenurkunde zur Anerkennung ihrer Verdienste. Die Prädikantinnen und Prädikanten leiten im Rahmen ihres Dienstauftrages alle Arten von Gottesdiensten und sind ermächtigt, im Zusammenhang mit dem Gottesdienst zu taufen oder das Abendmahl zu feiern. In Vertretung des Gemeindepfarrers können sie mit kirchlichen Trauungen oder Bestattungen beauftragt werden.
Schwerpunkt der Synode waren deren Rechte und Pflichten nach der neuen Kirchenordnung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Dekan Pollex erläuterte die Veränderungen. In Kleingruppen erarbeiteten die Synodalen Vorschläge, was bei der Planung zukünftiger Synodentagungen zu beachten sei und welche Themen in nächster Zeit zu behandeln sind.
Mit einer Zwischenbilanz zum Jahresthema 2010 des Dekanates, „Meine Heimat ist das Mehr…“, leitete Pfarrer Thomas Eberl, Profilstelle Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung, die Entscheidungsfindung der Synode über den zukünftigen Rhythmus der Jahresthemen ein. Der Dekanatssynodalvorstand (DSV) schlug vor, künftig alle zwei Jahre zu einem Jahresthema zu arbeiten und in der Frühjahrssynode des vorangehenden Jahres darüber zu entscheiden. Eberl konnte den Synodalen die beachtliche Zahl von 47 Veranstaltungen präsentieren, die im Jahr 2010 im Dekanat geplant sind oder bereits stattgefunden haben, 31 davon in Verantwortung dekanatlicher Arbeitsfelder wie Jugend, Kirchenmusik, Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung. Sechzehnmal hieß es auch in den Gemeinden „Meine Heimat ist das Mehr…“ Nach einer ausführlichen Diskussion des Für und Wider beschloss die Synode, den Vorschlag des DSV um zu setzen. In den Zwischenjahren wird es dann eine „Nacht der Kirchen“ im Dekanat geben, erstmalig wieder 2011.
Im Gottesdienst, der die Synode einleitete, führte Dekan Manfred Pollex die stellvertretende Pflegedienstleiterin der Diakoniestation des Dekanates in Brechen, Birgit Fiedler, und den Projektleiter „Schulbezogene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Pfarrer Thomas Keßler, in ihre Ämter ein. Gemeindepfarrer Bert Rothermel pries in seiner Begrüßung der Synodalen die besonderen Malereien der Neesbacher Evangelischen Kirche: „Ich freue mich, diesen Gottesdienst heute in der schönsten Kirche des Dekanates feiern zu können“. Der Dekanatsposaunenchor unter der Leitung von Martin Buschmann unterstrich die Schönheit des Ortes und die feierliche Stimmung mit seiner musikalischen Begleitung.
Einstimmig nahm die Synode die Jahresrechnung 2009 des Dekanates und den Jahresabschluss 2009 der Diakoniestation Brechen an. Beide Pläne liegen zwei Wochen zur Einsichtnahme im Dekanatsbüro zu den üblichen Öffnungszeiten aus.
Mit Worten für den Heimweg und der Einladung zur Frühjahrssynode am 18. März 2011 in Hadamar schloss Präses Irmgard Busch die zweite Tagung der 11. Dekanatssynode.