Junge Ehrenamtliche qualifizieren sich

Neue Jugendleiter in den Evangelischen Dekanaten Runkel und Weilburg

Der Grundkurs „Gruppen leiten lernen“ ist ein landesweites Highlight der evangelischen Jugendarbeit in Hessen. Jedes Jahr treffen sich rund 100 junge Menschen und das Mitarbeitendenteam auf der Evangelischen Jugendburg in Hohensolms, um die Jugendleiter-Card zu erwerben. Die so genannte „Juleica“ ist der bundesweit einheitliche Ausweis für freiwillig Engagierte in der Jugendarbeit. Sie dient zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis und soll gleichzeitig die gesellschaftliche Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement zum Ausdruck bringen.
In diesem Jahr haben vom 2. Bis 8. Januar 92 Jugendliche aus sechs Dekanaten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) teilgenommen, darunter acht aus dem Dekanat Runkel und elf aus dem Dekanat Weilburg. Die Ausbildung der EKHN orientiert sich an der Gruppenarbeit und an Projekten in Kirchengemeinden. Die Teilnehmenden lernen, in der Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen eine Gruppe zu führen. Hierzu gehört ein methodisch und inhaltlich sorgfältig ausgearbeitetes Programm, durch das die Fähigkeit intensiv geschult wird, pädagogisch angemessen mit den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen umzugehen.
Behandelt werden beispielsweise religiöse Fragen von Kindern und Jugendlichen, Entwicklungsprozesse im Kinder- und Jugendalter, Rechtsfragen in der Kinder- und Jugendarbeit, aktiver Kinderschutz und aktuelle lebensweltliche Themen. Zum Kurs gehört außerdem ein umfangreiches Rahmenprogramm mit zum Beispiel Musik, Sketchen und Zauberkunststücken. Zum Ende wird gemeinsam ein rauschendes Abschlussfest gefeiert.

Dekanatsjugend mit eigener Homepage

Brandaktuelles aus der Jugendarbeit im Evangelischen Dekanat Runkel finden Sie jetzt unter: www.ejd-runkel.de

Hessens Jugend sammelt

Kreisjugendring Limburg-Weilburg beteiligt sich an Jugendsammelwoche
Hessens Jugend sammelt, für den neuen Clubraum, für soziale Beiträge bei der Sommerfreizeit, für neue Spiele und Materialien - und noch viel mehr. „Jugendarbeit ist wertvoll, aber eben nicht ganz kostenlos“, darauf verweist der Vorsitzende des Kreisjugendringes Limburg-Weilburg e.V., Peter Wagner. Der Dekanatsjugendreferent des Evangelischen Dekanates Runkel erläutert, dass „die Angebote in der Jugendarbeit vor allem vom ehrenamtlichen Engagement getragen werden“. Dennoch, so Wagner, geht es nicht ohne eine vernünftige finanzielle Ausstattung. Deshalb sammelt Hessens Jugend, und das schon seit mehr als 60 Jahren. Vom 20. – 30. März ist es wieder so weit, junge Menschen gehen während der Jugendsammelwoche 2015 von Haus zu Haus und bitten um Unterstützung für ihre Anliegen.
Die Schirmherrschaft für die Jugendsammelwoche hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier übernommen. In seinem Grußwort erläutert der Ministerpräsident: „Was Gemeinschaft bedeutet, kann man nirgendwo so gut wie in Vereinen, Verbänden und Initiativen erfahren. Deshalb ist es wichtig, dem Ehrenamt eine Zukunft zu geben – eine Zukunft, die von den Jugendlichen mit gestaltet wird, die heute schon ehrenamtlich tätig sind“.
Rund 75.000 Jugendliche engagieren sich in Hessen mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung an zu bieten. Eine verlässliche Finanzierung ist der Grundstein zum Erreichen dieses Ziels. Mit der Jugendsammelwoche sorgen die jungen Aktiven gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen für die Zukunft ihrer Angebote.
Von den gesammelten Geldern erhalten die sammelnden Gruppen 50 Prozent. 20 Prozent erhält das Kreisjugendamt, das die Gelder für die Jugendarbeit im Kreis verwendet. Die restlichen 30 Prozent dienen zur Deckung der Ausgaben für die Jugendsammelwoche sowohl wie zur Finanzierung überregionaler Projekt der Kinder- und Jugendarbeit durch den hessischen Jugendring.

Jugendvertretung wählt neuen Vorstand

Phillip Krassnig ist neuer Vorsitzender der Evangelischen Jugend im Dekanat Runkel, Stefanie Albrant wurde zu seiner Stellvertreterin gewählt. Zu neuen Beisitzern bestimmte die Vollversammlung der Evangelischen Jugend Marvin Santen, Carolin Rothardt, Christina Krassnig, Irina Albrant, und Dennis Dankof.
Als vorrangiges Ziel der zweijährigen Amtsperiode formulierte der neue Vorsitzende eine bessere Vernetzung der Kirchengemeinden des Dekanates. „Wir müssen ein Forum schaffen, damit die Kirchengemeinden voneinander lernen können. Jugendarbeit lebt von neuen Ideen, die man am besten zusammen entwickelt“, so Krassnig. „Außerdem“, so ergänzte die stellvertretende Vorsitzend Albrant, „ müssen wir uns darauf konzentrieren, weiter Jugendliche für die Kinder- und Jugendarbeit zu begeistern.“ Besonders wichtig sei deshalb die Weiterführung des Grundkurses „Gruppen leiten“ auf der Burg Hohensolms zum Erwerb der Jugendleitercard.
Dekanatsjugendreferent Peter Wagner freute sich über die gute Beteiligung an der Vollversammlung, die es möglich mache, die Jugendarbeit im Dekanat auf viele Schultern zu verteilen.
Für den Dekanatssynodalvorstand (DSV) würdigte Christian Harms die Arbeit der Jugendvertretung und sicherte die weitere Unterstützung durch den DSV zu. Jasmin Meister, die Vorsitzende der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau sowie deren Geschäftsführer Jochen Ruoff referierten über die Aufgaben der Evangelischen Jugend als Verband in Dekanat und Landeskirche. Die Evangelische Jugend in Hessen und Nassau ist ein selbstständiger Teil der Evangelischen Kirche. Ihr Ziel ist es, Kinder und Jugendliche an den Glauben heran zu führen und ihre Interessen in der Kirche zu vertreten, Jugendarbeit zu fördern und Jugendpolitik mit zu gestalten.


Mit Hund und Fahrrädern in die Lüneburger Heide

Kinderfreizeit des Evangelischen Dekanates Runkel in Marwede
20 Kinder, 8 Jugendliche, 6 Erwachsene und ein Hund luden ihre Fahrräder auf einen Anhänger und machten sich auf den Weg von Runkel in die Lüneburger Heide – Ron, der Hund, allerdings ohne Fahrrad. Die 412 Kilometer bis dorthin wurden anstrengend, denn drei Staus verlangten viel Geduld von der Reisegruppe. Umso größer die Freude, als das Ziel am Waldrand bei Marwede erreicht war. Zwei Blockhütten und ein Haus nahmen die Gruppe auf, ein würdiger Rahmen, um gleich am, Abend den 15. Geburtstag einer Mitreisenden zu feiern.
Dank der mitgenommenen Fahrräder ließ sich die Lüneburger Heide umfangreich erkunden. Auch die oft sandigen Waldwege, die nicht immer eine flotte Fahrt zuließen und bei manchem Sturz für Gelächter sorgten, konnten die Kinder nicht stoppen. Und da zu jeder Tour ein leckeres Picknick gehörte, radelten die Runkeler auch mal 25 km am Tag durch die Heide, Ron, der Hund, immer vorne weg. Bei schönem Wetter dauerte die Fahrt erheblich kürzer, denn der Heidesee, der zum Baden wahrlich einlud, lag nur vier Kilometer von Marwede entfernt. Die Kinder staunten nicht schlecht, als ganz in ihrer Nähe drei Kraniche über die Wiesen stolzierten. Abwechslungsreich ging es auch an den Abenden zu. Es wurde gespielt, gebastelt, gehämmert, jongliert, Musik gemacht und gesungen. So entstanden prächtige Fadenbilder, Windlichter aus Honiggläsern mit Perlen und Topfedelstahlreinigern, Tr5ommeln aus Blumentöpfen, wurden T-shirts gebatikt. Bei einer Lagerolympiade konnten alle im Wasser und an Land ihre Geschicklichkeit beweisen. Andachten und ein Kindergottesdienst ließen immer wieder auch besinnliche Momente aufkommen. Einen spannenden und aufregenden Tag verbrachte die Gruppe im Heidepark in Soltau.
Höhepunkt und Abschluss war das Spiel „Marwede sucht das Supertalent“. Vor den als Jury fungierenden Betreuern zeigten die Kinder Gruppentänze, eine Hundedressur, Jonglagen, selbst inszenierte Spiele und erprobten sich im Sologesang. Gewonnen hatten zum Schluss alle, folglich erhielten auch alle einen Preis. Nachdem das ordentlichste Zimmer der Woche prämiert worden und den beiden Küchenfeen mit einem Gedicht und einer Urkunde gedankt worden war, schliefen alle glücklich und zufrieden der Rückfahrt nach Runkel entgegen.