Der Dekanatssynodalvorstand

In den sechs Monaten zwischen den Synodensitzungen führt der Dekanatssynodalvorstand die Geschäfte des Kirchenparlaments unter der Leitung des Vorsitzenden Christian Harms. Der Dekanatssynodalvorstand trifft sich einmal im Monat um alle wichtigen Dinge abzustimmen und zu entscheiden.
Neben dem Vorsitzenden gehören dem Dekanatssynodalvorstand an:



  • Claudia Gierke-Heinrich, Pfarrerin, Hadamar
    (stellvertretende Dekanin)
  • Christian Harms, Laubuseschbach, Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstandes
  • Jan Löwer, Richter, Hünfelden-Dauborn
  • Manfred Pollex, Dekan, Limburg
  • Doris Ruppelt, Mensfelden-Linter, stellv. Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes
  • Susanne Stock, Pfarrerin, Evangelische Kirchengemeinde Staffel-Elz-Malmeneich
  • Angelika Troschke-Möller, Weilburg-Gaudernbach

Ehrenamtlicher Einsatz zum Wohle der Mitmenschen und der Gesellschaft

Irmgard Busch feiert ihren 80. Geburtstag
Wer sie bei der Moderation der Synodaltagungen des Evangelischen Dekanates Runkel oder der Leitung der Sitzungen des Dekanatssynodalvorstandes erlebt wird es kaum glauben, am 13. September 2014 feiert Irmgard Busch ihren 80. Geburtstag. Noch immer sind ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen kennzeichnend für die Jubilarin, die sich seit früher Jugend von dem Satz leiten lässt: „Nur wer nach links und rechts schaut kann geradeaus denken“.
Geboren wurde Irmgard Busch in Stuttgart, aufgewachsen ist sie in Reichenbach/Fils. Nach dem Abitur 1954 studierte sie in München Betriebswirtschaft.1958 zog sie nach Limburg, der Liebe wegen. Mit ihrem Mann Albrecht, den sie in der Studienzeit in München kennen gelernt hat, ist sie seit dem April 1958 verheiratet, das Ehepaar hat drei Töchter und einen Sohn. Irmgard Busch widmete sich der Familie und half immer, wenn es nötig war, im Betrieb ihres Mannes, der Brauerei Busch, aus. Ihre Verwurzelung in christlichen Traditionen und ihre ausgeprägte soziale Kompetenz brachte Irmgard Busch sehr bald dazu, sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Limburg zu engagieren. Sie gehörte zu einem Kreis junger Ehepaare, der 1969 den Gemeindebrief „Gestern – Heute – Morgen“ (GHM) gründete, der bis heute als Mitteilungsblatt der Gemeinde erscheint. 1973 wurde sie in den Kirchenvorstand der Gemeinde gewählt, in dem sie zwölf Jahre mitarbeitete.
Mag es am Leben in konfessionsverschiedener Ehe, Ehemann Albrecht Busch ist katholischer Christ, gelegen haben oder an den Erlebnissen der konfessionellen Gegensätze im vor 50 Jahren noch von tiefen Gräben zwischen Katholiken und Protestanten gekennzeichneten (Glaubens-)Alltag in Limburg, die ökumenischen Verbindungen lagen Irmgard Busch sehr am Herzen. So kam es nicht von ungefähr, dass sie zu einer Gruppe gehörte, die mit Pfarrern beider Konfessionen gemeinsam interessierte Fragen diskutierte. 1969 folgte der erste ökumenische Gottesdienst im Limburger Dom und 1970 die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Limburg der sie von Beginn an angehörte und deren Vorsitz sie dreimal übernahm: 1970 – 1974, 1975 bis 1976 und 1977 bis 1984.
1974 begann dann auch bereits die ehrenamtliche Arbeit von Irmgard Busch im Evangelischen Dekanat Runkel, zunächst als Synodale und als gewähltes Mitglied im Dekanatssynodalvorstand. 1998 wählte die Synode sie zu ihrer Vorsitzenden, ein Amt, das sie bis heute bekleidet.
Der Blick zurück auf das Wirken von Irmgard Busch in der Limburger Stadtgesellschaft zeigt noch eine weitere ausgeprägte Charaktereigenschaft, ihr emanzipatorisches Wirken. Als erste und bis heute einzige wurde Irmgard Busch 1973 in den Verwaltungsrat des St.-Vincenz-Krankenhauses berufen. Und nicht nur das, sie war auch die erste evangelische Vertreterin in diesem Gremium. 1995 wählte der Verwaltungsrat sie zur stellvertretenden Vorsitzenden, sicher nicht ihrer Konfession wegen, sondern ihrer aufgrund ihrer Kompetenz und als Vertreterin der Stifterfamilie.
Vor zehn Jahren, 2004, erhielt Irmgard Busch für ihr hohes gesellschaftliches und kirchliches Engagement die verdiente Anerkennung für ihr ehrenamtliches Wirken. Der Bundespräsident verlieh ihr das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der hessische Staatsminister Karlheinz Weimar würdigte Irmgard Busch: „Es ist eine ungewöhnliche Verantwortung, die Sie auszeichnet. Das habe ich in dieser Form selten erlebt!“
Irmgard Busch hat ihr ehrenamtliches Wirken immer als Verpflichtung und als Möglichkeit angesehen, für Überzeugungen einzustehen. Das Mitmenschliche, das Überwinden von Trennendem, der Einsatz zum Wohle des Einzelnen und der Gesellschaft seien Werte, die sie schon im Elternhaus vermittelt bekommen habe und denen gemäß sie auch über ihren 80. Geburtstag hinaus leben und wirken wolle. „Die mir übertragenen Aufgaben werde ich so lange ausüben, so lange mir der liebe Gott die Gesundheit und einen wachen Verstand gibt.“