Mit dem Herzen dabei sein
Gottesdienste zum KirchentagsSonntag
Seit 2007 feiern die evangelischen Christen einen besonderen Sonntag zum Jahresanfang, den KirchentagsSonntag. Er ist eine Station zwischen zwei Kirchentagen, diesmal zwischen Dresden 2011 und Hamburg 2013. Die Gottesdienste am KirchentagsSonntag erinnern an den letzten Kirchentag, sollen zum nächsten einladen, informieren und etwas von der besonderen Kirchentagsatmosphäre transportieren. Schließlich machen sich viele Menschen alle zwei Jahre auf zu den Festen des Glaubens, die Heimatgemeinden bleiben aber oft fast gänzlich unberührt von diesen Ereignissen und der besonderen Stimmung während der reichlich mit Programm gefüllten „Kirchentage“. Um dies zu ändern werden auch im Evangelischen Dekanat Runkel am KirchentagsSonntag in wechselnden Gemeinden Gottesdienste gefeiert, diesmal in Staffel und Elz. Unter dem Motto des kommenden Hamburger Kirchentages „Mit dem Herzen dabei sein“ laden die Evangelische Kirchengemeinde Staffel und der Beauftragte des Dekanates für den Deutschen Evangelischen Kirchentag, Pfarrer Thomas Eberl, ein, Kirchentagsatmosphäre zu schnuppern.
Die Gottesdienste am Sonntag, dem 29. Januar 2012 beginnen um 9.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Elz und um 10.15 Uhr in der Evangelischen Kirche Staffel. Im Anschluss an die Gottesdienste ist Gelegenheit zu Fragen und zum Erfahrungsaustausch.
Das Ende der Weihnachtszeit
Wie hört Weihnachten eigentlich auf? Irgendwann ist der Baum abgeräumt und entsorgt, sind die Lichterketten aus den Fenstern genommen und die Geschenke in den "Alltagsbestand" übernommen. Vor Weihnachten stimmt die Adventszeit auf das Fest ein, ab dem 27. Dezember regiert dann abrupt wieder der Alltag. Das muss nicht so sein heißt es schon seit einigen Jahren in der Evangelischen Kirchengemeinde Dauborn. Und deshalb soll auch in diesem Jahr Weihnachten nicht einfach irgendwie im Alltag verloren gehen, sondern ein gemeinsamer Schlusspunkt gesetzt werden. In einem Familien- und Jugendgottesdienst haben bietet sich die letzte Chance, gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. Zum letzten Mal können Baum und Krippe bewundert werden und ein kleines "Krippennachspiel" der Konfirmanden lädt die ganze Gemeinde zum Mitmachen ein. Eine Taufe bietet die Gelegenheit, sich gemeinsam über ein "leibhaftiges" Kind Gottes zu freuen. Gedankt werden kann noch einmal für alle guten Gaben der Weihnachtszeit.
Und dann startet in Dauborn wie in allen Gemeinden des Evangelischen Dekanates Runkel das Jahresthema 2012, „Glauben entdecken“. Mehr als 30 Veranstaltungen werden sich nach derzeitigem Stand mit dem Thema beschäftigen.
Der Gottesdienst zum Abschied von Weihnachten wird vorbereitet und gestaltet von Jugendlichen aus den Konfirmandenjahrgängen 2012 und 2013 und Pfarrerin Susanne Holz-Plodek für Familien mit Kindern, und alle, die gerne Weihnachten gefeiert haben. Er beginnt am Sonntag, dem 29. Januar 2012, um 10.15 Uhr in der Evangelischen Kirche in Dauborn.
Evangelische Gottesdienste 28./29. Januar 2012
Aumenau: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst in Seelbach, 10.30 Uhr Gottesdienst in Aumenau
Dauborn: Sonntag 10.15 Uhr Familiengottesdienst in der Kirche in Dauborn, 17 Uhr Gottesdienst, ehem. Schwesternhaus Oberbrechen.
Hadamar: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst in der Schlosskirche, 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl im Evangelischen Gemeindezentrum Frickhofen.
Heckholzhausen: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in Heckholzhausen, 11.15 Uhr Kindergottesdienst in HeckholzhausenLahr.
Heringen: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Kaltenholzhausen: Sonntag 10.30 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Kirberg-Ohren: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst, Pfarrkirche Kirberg, 10 Uhr Kindergottesdienst, Pfarrkirche Kirberg..
Limburg: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche, 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl im Wichernstift.-Mittwoch 17 Uhr Gottesdienst in der Seniorenresidenz.
Mensfelden-Linter: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst in Linter, 10.30 Uhr Gottesdienst, anschl. Kirchencafé in Mensfelden.
Münster: Sonntag 10.15 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Nauheim-Neesbach: Samstag 17 Uhr Gottesdienst in Neesbach, 18 Uhr Gottesdienst in Nauheim.
Runkel: Sonntag 9 Uhr Gottesdienst in Villmar, 10 Uhr Gottesdienst in Runkel.- Donnerstag 10.30 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim Runkel.
Schadeck: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Schupbach: Samstag 16.30 Uhr Kindergottesdienst, Pfarrhaus Schupbach, 18 Uhr Gottesdienst in Eschenau, 19 Uhr Gottesdienst in Schupbach.
Staffel: Freitag 17 Uhr Gottesdienst im St. Josefshaus Elz.- Samstag 10 Uhr Kinderkirche Elz.- Sonntag 9 Uhr Gottesdienst zum Kirchentagssonntag in Elz, 10.15 Uhr Gottesdienst zum Kirchentagssonntag in Staffel, Kindergottesdienst in Staffel.
Steeden: Sonntag 9 Uhr Gottesdienst in Hofen,10.15 Uhr Gottesdienst in Steeden.
Weyer: Samstag 17 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Glauben entdecken – Erwachsen glauben
Jahresthema des Evangelischen Dekanates Runkel startet in Hadamar
Mehr als 30 Einzelveranstaltungen bieten das Evangelische Dekanat Runkel und seine Kirchengemeinden nach aktuellem Stand zum Jahresthema 2012 „Glauben entdecken“ an. Die Frühjahrssynode 2011 hat dieses Thema nach intensiver Diskussion ausgewählt, da es inhaltlich an das vorherige „Meine Heimat ist das Mehr…“ anknüpft. Die Angebote reichen von einem Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche unter dem Motto „Wunder der Schöpfung“ über verschiedene Konzerte, Pilgerwanderungen, Liturgischen Spaziergängen und vielem mehr bis zu Glaubenskursen.
Erste Veranstaltung und damit Eröffnungstermin des Jahresthemas ist ein „Glaubenskurs für (Wieder-)Einsteiger“ in Hadamar. Der Kurs richtet sich an Erwachsene, die bisher kaum oder gar nicht mit Kirche und Glaube in Kontakt gekommen sind, oder bei denen dies schon länger her ist und eine Art „Auffrischung“ gewünscht wird. Behandelt und besprochen werden Themen rund um Glaube, Kirche und Gemeinde. Der Kurs umfasst neun Abende und findet zweiwöchentlich statt. Teilnehmende können sich am Ende taufen oder die Konfirmationsrechte zusprechen lassen und damit die Berechtigung erlangen, Pate zu werden.
Pfarrer Thomas Uecker und Pfarrer Johannes Jochemczyk werden den Kurs begleiten und selbstverständlich auch darüber hinaus bei zu Gesprächen zur Verfügung stehen. Der erste Abend findet am statt Mittwoch, dem 25. Januar 2012 von 19.30 – 21.00 Uhr im Evangelischen Schlosskirchensaal in Hadamar (Zugang vom Schlossinnenhof). Die Teilnahme an diesem Kurs ist kostenlos, Anmeldungen sind noch möglich bei Pfarrer Uecker und Pfarrer Jochemczyk unter: Tel.: 06433-2357 oder 06436-91061
Fax: 06433-70326 oder 06436-91062, e-mail thomas.uecker.kg.hadamar (at) ekhn-net (dot) de oder johannes.jochemczyk (at) ekhn-net (dot) de.
In den Gottesdiensten am Sonntag, dem 29. Januar 2012 wird ein Grußwort der Präses der Dekanatssynode, Irmgard Busch und von Dekan Manfred Pollex zur Eröffnung des Jahresthemas „Glauben entdecken“ verlesen.
Weitere Termine zum Jahresthema sind zu finden im Veranstaltungsprogramm des 1. Halbjahres 2012 des Evangelischen Dekanates Runkel, das in allen Kirchengemeinden des Dekanates, im Haus der Kirche in Limburg oder beim Referenten für Öffentlichkeitsarbeit des Dekanates, Helmut Völkel, Tel.: 06431 – 479 49 27, e-mail: helmut.voelkel.dek.runkel (at) ekhn-net (dot) de erhältlich ist
Kirche im Kino auch 2012
Jetzt liegt es vor, das Programm "Kirche im Kino" 2012. Wer neugierig ist und nicht warten kann, bis der Flyer ab dem 03.01.2012 im Haus der Kirche in Limburg abgeholt wrden kann, für den steht er hier zum Herunterladen bereit:
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Schupbacher Kirche erstrahlt in neuem Glanz
Nach intensiver Sanierungszeit von knapp 7 Monaten hat die Evangelische Kirchengemeinde Schupbach den Innenraum ihrer Kirche in seiner neuen Gestaltung feierlich wieder eingeweiht.
Bereits 2005 beauftragte der Kirchenvorstand ein Architekturbüro mit der Erstellung eines Sanierungs¬konzeptes und deren Kostenschätzung. Nach ersten Terminen mit dem Architekten, der Landesdenk¬malpflege und der Evangelischen Kirchenverwaltung Hessen-Nassau stellte sich jedoch heraus, dass eine Innen-renovierung gegenüber einer statischen Ertüchtigung des historischen Dachgebälks und der damit einhergehenden Dacheindeckung zurücktreten musste. Zeitgleich mit der aufwendigen Dachsanierung wurden jedoch die Restauratorengemeinschaft Hans und Trommer beauftragt, die historisch wertvolle Kirche im Innenraum auf bestehende Malereien und Farbfassungen zu untersuchen. Diese zeitaufwendige Arbeit schlössen sie mit einer umfangreichen und interessanten Dokumentation ab. Sie diente dazu, ein Konzept zur malerischen Gestaltung des Innenraumes in Anlehnung an in der Kirche gefundenen Farbengrundlagen aus der Barockzeit fest.
Nach Sicherung aller Ausstattungsteile, insbesondere der Orgel, wurde mit der Tonnendecke begonnen. Die Schalung musste angeschliffen, grobe und lose Gipsfüllungen vor allem im Fugenbereich entfernt werden. Große Fehlstellen wurden durch Holzspäne ergänzt, damit die Tonnendecke ihren neuen Anstrich erhalten konnte. Der Gurtbogen erhielt auf Wunsch der Kirchengemeinde den bei der letzten Sanierung überstrichenen Psalmwortlaut zurück. Der Anstrich der Innenwände von 1969 musste in mühevoller Handarbeit fein abgeschlagen, lose Putzstellen gesichert, teilweise abgenommen und ergänzt werden. An einigen Stellen der Fenstergewände traten mittelalterliche florale Wandmalereien zutage. Diese wurden dokumentiert, anschließend die groben Formen der Malereien aufgetragen und an ihren ursprünglichen Fundstellen ausgemalt.
Nur mit Hilfe kleiner Skapelle gelang es den Restauratoren, die floralen Fensterranken von dem 1969 aufgetragenen Anstrich zu befreien und die barocken Ursprünge frei zu legen. Fehlstellen der Malereien wurden mit kleinen Strichretuschen farbliche ergänzt Die Emporenbrüstungen und die Säulen erhielten ihre neue Farbfassung gemäß den unter dem jüngsten Anstrich entdeckten originalfarben. Die Säulen wurden nachträglich filigran marmoriert.
Der Kanzelkorb mit Schalldeckel sowie das Orgelprospekt sind beide keine Originalbestanteile der Schupbacher Kirche.
Schließlich erhielt die Kirche auch eine neue Innenbeleuchtung. Fünf Pendel schmücken nun die Tonnendecke und werden von schlichten Glasleuchten unter der Empore und an den Emporenwänden unterstützt. Und auch an die Ohren der Kirchenbesucher dachten die Restauratoren und statteten die Kirche mit einer neuen Beschallungsanlage aus. Damit ist die umfangreiche Sanierung von Kircheninnenraum und Dachgebälk abgeschlossen. Die Kirche steht der Gemeinde damit als Gottesdienststätte aber auch für Konzerte oder Lesungen wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
Adventsfenster in Brechen
Viermal seit dem Mittwoch nach dem 1. Advent hat sich in Niederbrechen ein Adventsfenster geöffnet, zuerst im katholischen Pfarrbüro, dann in der Bücherei und im Kindergarten. Das letzte Fenster öffnete sich jetzt im Evangelischen Gemeindehaus. Sieben Jungen und Mädchen hatten unter der Anleitung der Gemeindepädagogin Ursula Bornemann zu Pinsel, Farbe, Papier, Scheren und Klebstoff gegriffen und die gläserne Eingangstür des Gemeindehauses adventlich gestaltet. Wie aus einem Mund bestätigten die Kinder, dass sie viel Spaß und Freude beim Malen und Basteln gehabt haben. Ganz nebenbei entstanden auch noch Weihnachtsgeschenke für die Eltern. Was, das, darauf bestanden die Kinder, wird hier nicht verraten, denn die Eltern sollen Heiligabend schließlich überrascht werden. Einen ganzen Nachmittag arbeiteten die Kinder, belohnt wurden sie nicht nur durch leckere Würstchen zur Stärkung zwischendurch, sondern vor allem durch die vielen staunenden „Aahs“ und „Oohs“ von mehr als 60 Eltern, Geschwistern und anderen Gästen. Bei Kaffee, Kuchen und Glühwein verbrachten sie einen vorweihnachtlichen Spätnachmittag im Evangelischen Gemeindehaus.
Für Ursula Bornemann war es eine freudige Überraschung, wie viele Kinder ihrer Einladung zu dem Bastel- und Malnachmittag gefolgt waren, denn nach ihrer Elternzeit kehrt sie nicht in die Gemeinde zurück sondern arbeitet ab sofort projektbezogen im Dekanat Runkel. Sie fand es „total Klasse, die Kinder in Brechen, mit denen sie so lange gearbeitet hat, noch einmal zu sehen.“ Die Gemeindepädagogin möchte zukünftig ihre Arbeit „in den Dörfern im Dekanat fortsetzen“.
Schülerinnen treffen Senioren
“Wo bleiben die Kinder denn nur heute?“ Ganz aufgeregt wenden sich einige Bewohnerinnen des Seniorenwohnzentrums (SWZ) Elz an Manuela Günzl, Mitarbeiterin des SWZ. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Elzer Erlenbachschule wollen sie einen adventlichen Nachmittag mit Basteln, gemeinsamem Singen, miteinander plaudern und Musik hören verbringen. Und da geht auch schon die Tür auf und die Kinder werden fröhlich von den alten Herrschaften begrüßt.
Im April 2011 trafen sich die Schulleitung der Erlenbachschule, die Leitung des SWZ und Pfarrerin Katrin Adams als Seelsorgerin im SWZ auf Einladung von Pfarrer Thomas Keßler, der im Evangelischen Dekanat Runkel das Projekt „schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit“ leitet zu einem Gespräch, um aus zu loten, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Schule und SWZ es gibt. Schnell war die Idee geboren, eine „Begegnung der Generationen“ zu versuchen, die das Kennenlernen verschiedener Lebenswelten möglich machen, das soziale Engagement von Schülerinnen und Schülern fördern und eine aktive Freizeitgestaltung für die Senioren in der Begegnung mit jungen Menschen erreichen sollte. Die Jahrgangsstufen 7 und 8 der Schule waren schnell bereit, mit zu machen. Da sich 17 Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren zur Mitarbeit bereit fanden, wurden zwei Gruppen gebildet, die im 14tägigen Wechsel die Senioren besuchen. Jeweils mittwochs ab 15.30 Uhr kommt eine Gruppe ins SWZ zum gemeinsamen Spielen, Spazierengehen, Basteln, Vorlesen. Vorbereitet werden die Nachmittage von den Schülerinnen und Schülern, die selbständig planen und ihrer Ideen umsetzen.
Schulleiter Karsten Keller, die Religionslehrerinnen und –lehrer sowie Pfarrerin Adams unterstützen sie dabei. Der Sozialdienst des SWZ unterstützt das Projekt. Den Kindern macht die Arbeit inzwischen so viel Spaß, dass sie sogar in der Ferienzeit „ihre“ Senioren“ besuchen. Auch den betreuenden Lehrern, so Silvia Kohlhammer von der Erlenbachschule, mache die Arbeit mit den Kindern und den alten Menschen „sehr viel Spaß“. Die Schule könne sich eine Fortsetzung des Projektes vorstellen. Alle Mitwirkenden betonen die angenehme Stimmung an den Nachmittagen und das unbefangene Miteinander. Und wenn dann mal eine Seniorin fehlt kommt von den Kindern schon mal die Frage, „wo ist denn meine Oma heute“, berichtet Manuela Günzl.
Für den Adventsabend haben zwei Schüler ihre Instrumente mitgebracht und stimmen Advents- und Weihnachtslieder an. Alle singen mit, dabei wird gebastelt und der Raum weihnachtlich geschmückt. Als die Jungen ihre Instrumente einpacken wollen, protestieren die Senioren. Und so wird weiter gespielt und gesungen, gebastelt und geredet.
Hoffnungspäckchen sind gepackt
Die jährliche Weihnachtspäckchen-Aktion des Malteser Hilfsdienstes für bedürftige Kinder feiert in diesem jahr ein rundes Jubiläum. Zum 20. Mal sind Schulen, Kindergärten, Vereine und Privatpersonen aufgerufen, Päckchen für Kinder in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und dem Kosovo zu packen. Die Evangelische Kirchengemeinde Wolfenhausen-Haintchen hat sich mit großem Einsatz an der Aktion „Hoffnungszeichen“ beteiligt. Im Kindergottesdienst wurde die Aktion ebenso vorgestellt wie in einer Sonderausgabe des November-Gemeindebriefes und die Kirchenmitglieder zum Mitmachen eingeladen.
Puzzle, Stofftiere, Lego, Kinderbücher und vieles mehr wurden daraufhin an den nachfolgenden Sonntagen von den Kindern zum Kindergottesdienst mitgebracht. Auch die Gemeindeglieder beteiligten sich rege und lieferten selbstgepackte Päckchen ins Gemeindehaus.
Die Frauen der Frauenhilfe hatten an ihrem Mittwochstreffen alle Hände voll zu tun und waren mit Engagement dabei, um die Spielsachen und Süßigkeiten in Schuhkartons zu verpacken, die von den Schuhläden Meyer aus Laubuseschbach und Gath-Werner aus Weilmünster zur Verfügung gestellt worden waren.
Viele Hoffnungspäckchen konnten so gepackt werden, um Kindern in Waisenhäusern, Blindenschulen, Krankenhäusern und Kindergärten eine Freude zu machen. Bis Mitttwoch, den 30. November 2011 kann noch gespendet werden, am Donnerstag, de 1. Dezember wird der Malteserhilfsdienst weit mehr als 50 Hoffnungspäckchen aus Wolfenhausen abholen, die dann mit großen Lastwagen zu den Kindern in Kroatien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina gefahren werden.
Am Sonntag hat die Gemeinde wie alle Christinnen und Christen den 1. Advent gefeiert. Die erste Kerze am Adventskranz brennt die Zeit der Lichter beginnt. Die „Hoffnungspäckchen“ aus Wolfenhausen sollen ein wenig Licht und Freude in viele Wohnungen auf dem Balkan bringen und Kinderaugen zum Glänzen bringen. In Wolfenhausen ist das bereits gelungen: Die Kinder des Kindergottesdienstes und die Kindergottesdienst-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter waren sich einig: „Nächstes Jahr machen wir wieder mit!“
Matthias Kolland feiert 25-jähriges Ordinationsjubiläum
Den Gottesdienst zum Erntedankfest hatte sich Pfarrer Matthias Kolland als würdigen und angemessenen Rahmen für die Feier seines Ordinationsjubiläums ausgesucht. Zahlreiche Gemeindeglieder und Ehrengäste hatten den Weg in die Evangelische Kirche in Gaudernbach gefunden, um den Pfarrer zu ehren und mit ihm gemeinsam den Ehrentag zu feiern.
Dekan Manfred Pollex überreicht Pfarrer Matthias Kolland die Ehrenurkunde
Der Dekan des Evangelischen Dekanates Runkel, Manfred Pollex, übergab dem Jubilar die Ehrenurkunde des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, und würdigte die Verdienste des Pfarrers. Zunächst blickte er auf den Werdegang Kollands zurück, der in Marburg Evangelische Theologie studiert hat und bereits 1982 sein 1. Theologisches Examen ablegte. Es folgte das Vikariat in Friedberg und in der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg, danach ein Spezialpraktikum am Emmaus-Altenheim in Oberursel. Seine erste Pfarrstelle übernahm Matthias Kolland in Görsroth. Dort wurde er am 28. September 1986 ordiniert. Kurz vorher hatte er in Oberursel geheiratet. Vor nunmehr fast 21 Jahren, im November 1990, zog Kolland nach Schupbach und übernahm die dortige Pfarrstelle. Seine Frau Guthrun Krieger-Kolland, ging ins Nachbardekanat Weilburg an die Evangelische Kirchengemeinde Merenberg-Allendorf und ist dort bis heute Gemeindepfarrerin. Die späte Ordination beschert Pfarrer Kolland bald das nächste Jubiläum, er kann dann auf 30 Dienstjahre als Pfarrer zurück blicken.
Dekan Pollex beschrieb den Jubilar als einen Menschen, der „über ein Vierteljahrhundert hinweg mit viel Lebenskraft, Menschenliebe, Liebe zur Theologie, Predigt und Seelsorge“ Pfarrer aus Leidenschaft gewesen und geblieben ist. Pollex hob das Engagement des Pfarrers in der Diakonie und in der gesellschaftlichen Verantwortung hervor. Der Dekan verwies aber auch darauf, dass nichts ohne seine Gemeinde ist und bat die Gemeindeglieder, ihren Pfarrer bei seinen zukünftigen Vorhaben weiter so gut zu unterstützen wie bisher. Die fast vollständig erschienenen Kirchenvorsteherinnen und –vorsteher, die Frauenhilfegruppen aus den Gemeindeteilen und der aktiv am Festgottesdienst beteiligte Frauenchor nahmen die Worte des Dekans zustimmend auf. Matthias Kolland wünschte der Dekan, weiterhin sein nicht immer leichtes Amt mit der von der Gemeinde, den Kolleginnen und Kollegen und nicht zuletzt der Familie geschätzten Echtheit und Aufrichtigkeit zu versehen. Die dazu notwendige Gesundheit, Kraft „und neben aller Belastung auch Freude am Pfarrdienst“ solle ihm noch möglichst lange erhalten bleiben.
Erinnerungsorte für Demokratie und Toleranz
Erinnerungsorte, was verbirgt sich überhaupt hinter diesem Begriff? Zunächst fallen jedem dazu sicher Denkmäler, historische Bauten oder andere fassbare Orte ein. Gemeint sind damit jedoch nicht nur topographische Stätten wie der Georgsdom in Limburg oder die Burg Runkel, auch Personen, Ereignisse, Texte und Ideen, Rituale, Lieder oder Institutionen können als Erinnerungsorte gelten. Mit geschichtlich interessanten Orten in der Region Limburg befasst sich jetzt Projekt des Evangelischen Dekanates Runkel. „Erinnern und lernen für die Zukunft“ ist die Überschrift, unter der regionale geschichtliche Lernorte Stätten gefunden werden sollen, die beispielhaft für die vielfältige Vergangenheit der Region stehen. So sollen Lernorte identifiziert werden, an denen Jugendliche lernen können, sich für Demokratie und Toleranz in Gegenwart und Zukunft stark zu machen.
von links: Thomas Eberl, Stephan H. Zimmermann, Mareike Zimmer, Sabine Müller-Wendt
Für möglichst viele dieser geschichtlichen Lernorte sollen in Zusammenarbeit mit historisch und heimatkundlich Interessierten vor Ort erfahrungs- und erlebnisorientierte Unterrichtskonzepte entwickelt werden. Kirchliche und kommunale Jugendgruppen werden die Konzepte dann auf ihre Praxistauglichkeit testen. Die Ergebnisse sollen in einer Broschüre präsentiert werden, mit der Pfarrerinnen, Pfarrer und Gruppenleitende Jugendarbeit praktisch gestalten können.
Um das Projekt entwickeln zu können, gilt es zunächst einmal Informationen über mögliche geschichtliche Lernorte zu sammeln und sich einen Überblick zu verschaffen. Für diese Aufgabe hat das Dekanat mit der Erziehungswissenschaftlerin Mareike Zimmer und der Diplom-Sozialpädagogin Sabine Müller-Wendt zwei qualifizierte Wissenschaftlerinnen gefunden. Sie recherchieren zunächst bis zum Jahresende bei historisch und heimatkundlich Interessierten und erfassen Erinnerungsorte, katalogisieren sie und dokumentieren die Ergebnisse. Beide werden viele Gespräche und Interviews führen, Erinnerungsstätten aufsuchen und fotografieren, mit Hilfe von Interviews Erinnerungen wach rufen. Ihr Interesse, so Mareike Zimmer, reicht „von den Hexenverfolgungen bis zu den Heimatvertriebenen“.
Im zweiten Schritt entstehen in der 1. Jahreshälfte 2012 erfahrungsorientierte Unterrichtsentwürfe und deren Erprobung, bevor die Entwürfe dann umgesetzt, aufgearbeitet und veröffentlicht werden.
Alle Interessierten sind eingeladen, sich am Sammeln von Informationen über Orte, Gebäude, besondere Routen, Personen oder auch Literatur zu beteiligen. Sabine Müller-Wendt und Mareike Zimmer sind zu erreichen über die e-mail-Adresse erinnerungsorte (at) googlemail (dot) com. Sie freuen sich über viele Kontakte und Informationen.
Frauen im Evangelischen Dekanat Runkel wieder aktiv
Erika Preukschat und Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich
625 Euro für Somalia
Ausstellung Biblische Erzählfiguren beendet
Szenen aus dem Alten und Neuen Testament waren für drei Wochen im Zollhaus Mensfelden zu sehen und in einem Quiz zu erkunden. Wegen des regen Interesses verlängerte das Evangelische Dekanat Runkel als Veranstalter die Ausstellung um eine Woche. Kindergottesdienstgruppen, Frauenkreise, Erwachsenengruppen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und zahlreiche Besucherinnen und Besucher nicht nur aus der Region Limburg-Weilburg ließen sich von der Stimmung in der alten Scheune bezaubern.
Die Figurensehr beweglichen Figuren beeindruckten durch ihre Fähigkeit, vielfältige Körperhaltungen und Gebärden ausdrücken zu können. Da ihre Gesichter nur angedeutet sind, vermitteln die Figuren auch keinen bestimmten Gesichtsausdruck. Das ließ Raum für die Betrachtenden, Stimmungen und Gefühle in die Figuren hiein zu legen.
Die Ausstellungsmacher, Cornelia Eberl, Friederike Töpfer und Pfarrer Thomas Eberl freuten sich über den doppelten Erfolg der Ausstellung. Mit rund 600 Gästen hätten sie vorher in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Und dass sich in der zu Beginn der Ausstellung spontan aufgestellten Spendenbox für die Hungernden in Somalia am Ende € 625,- liegen würden übertraf ihre Erwartungen ebenfalls.
Inzwischen stehen auch die Gewinner des Ausstellungsquiz fest. Über Sachpreise können sich freuen Christina Kayser aus Waldbrunn, Rosemarie Wassum aus Lindenholzhausen, Mathis Kaiser aus Brechen und Katharina Walther aus Kirberg.
Jonas Weg nach Ninive
Dekanatskonfirmandentag in Gnadenthal
Nicht schrecken konnte das eher durchwachsene Wetter am vergangenen Sonntag rund 250 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanates Runkel. Sie und mit Ihnen rund 50 Helferinnen und Helfer ließen sich von den Regenschauern nicht verdrießen und feierten einen fröhlichen Dekanatskonfirmandentag auf dem Gelände der Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal. 19 Stationen waren eingerichtet, die nach einer kurzen Andacht zum Einstieg in den Tag und der Einführung in das Programm zu bewältigen waren. „Jonas Weg nach Ninive“ galt es nach zu empfinden. So konnten die Konfis ihre Wünsche und Hoffnungen notieren, ihren Ängsten Ausdruck verleihen und Fürbitten formulieren. An einer Station galt es die auf viele Zettel verteilte Geschichte von Jona in die richtige Reihenfolge zu bringen, an einer anderen den Wal, der zu Jonas „Herberge“ wurde, zu zeichnen. Eine Collage „Das Neue Ninive“, montiert aus Zeitungsausschnitten, Zeitschriftenfotos und Sprüchen illustrierte die Geschichte von Jona im Schlussgottesdienst.
Spiel und Spaß kamen auch nicht zu kurz. Kistenklettern und Staffelläufe über Hindernisparcours forderten ebenso zu Höchstleistungen heraus wie das Bogenschießen. Und zur Tradition des mittlerweile zum fünften Mal veranstalteten Dekanatskonfitages gehört längst das Turnier der Menschenkicker. Pokalverteidiger Limburg erreichte diesmal nicht das Endspiel, in dem sich die Teams aus Runkel und Linter gegenüber standen. Nach hartem Kampf und unter lautstarker Anfeuerung der Fans setzten sich die Runkeler Konfis mit 6 : 5 Toren durch.
. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Gottesdienst im Brüderhaus, den Pfarrer Bert Rothermel, der Beauftragte für Konfirmandenarbeit im Dekanat Runkel, mit seinem Team vorbereitet hatte. Mit verteilten Rollen in zeitgenössischer Aufmachung und altersgemäßer Sprache erzählte die Gruppe die Geschichte von Jona. Musikalisch umrahmt von der Lobpreisband der Kirchengemeinde Mensfelden-Linter mit Pfarrer Markus Pfeiffer feierten Konfis und Helfer einen fröhlichen Gottesdienst. Die draußen hernieder gehenden heftigen Regengüsse taten der Stimmung auch jetzt keinen Abbruch.
Barbara Häuser 25 Jahre im Dienst der Kirche
Seit fast 10 Jahren Gemeindepfarrerin in Aumenau und Seelbach
In ihrer Bewerbung schrieb Pfarrerin Barbara Häuser sie sei „sehr naturverbunden und lebe gerne auf dem Lande“. Deshalb wolle sie „auf dem Dorf bleiben und sehen, was Aumenau und Seelbach in dieser Hinsicht“ zu bieten haben. Jetzt konnte Barbara Häuser ihr zehnjähriges Dienstjubiläum als Pfarrerin von Aumenau und Seelbach/Arfurt feiern. Damit nicht genug beging sie gleichzeitig ihr 25-jähriges Dienstjubiläum als Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Dekan Manfred Pollex, Pfarrerin Barbara Häuser, Andrea Velten (KV Seelbach), Friedhelm Oestreich (KV Aumenau)
Das Kreuz ist ein weltweit verbreitetes Symbol, das sowohl religiöse als auch kulturelle Bedeutung hat. Im Christentum ist es das zentrale Zeichen und leitet sich von der Kreuzigung Jesu ab. Auch verschiedene Hilfsorganisationen wie der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Unfallhilfe oder das Rote Kreuz verwenden das Kreuz in ihren Erkennungszeichen. Häufig zu finden ist es zudem in Wappen. Beim Skatspiel ist das Kreuz die höchste Farbe. Von den Bahnübergängen an Schienenstrecken bekannt ist das Andreaskreuz.
Der Kirchenvorstand und die Gemeindepfarrerinnen Katrin Adams und Monika Rupprecht wünschen sich, dass das Kreuz am Evangelischen Gemeindezentrum Elz nicht nur ein Zeichen nach außen bleibt, sondern verstärkt Menschen, nicht nur Gemeindeglieder, anregt, wieder einmal einen Gottesdienst zu besuchen. Außer am Heiligen Abend sind meist noch etliche Plätze im Gottesdienstraum frei.
Die gebürtige Gießenerin verließ nach dem Abitur an der dortigen Liebigschule zunächst einmal Hessen, um in Bielefeld-Bethel und Göttingen Theologie zu studieren. Nach dem ersten Theologischen Examen setzte sie ihre Wanderschaft durch die Landeskirchen fort und absolvierte ein dreijähriges Gastvikariat in der Bremischen Evangelischen Kirche. Von dort ging es nach Kronberg im Taunus zum Vikariat, dass Barbara Häuser 1986 mit dem 2. Theologischen Examen abschloss. Ihre erste Pfarrstelle trat sie noch im selben Jahr in der Kirchengemeinde Selters/Drommershausen im Dekanat Weilburg an und wirkte als Krankenhausseelsorgerin an der Hessenklinik in Weilburg. 1997 wurde sie Beauftragte für Frauenarbeit im Dekanat Weilburg und arbeitete im Team der Dekanatsfrauenhilfe mit.
Nach 15 Jahren, so Häuser in ihrer damaligen Bewerbung, hatte sie „Lust, etwas Neues an zu fangen, neue Menschen kennen zu lernen und neue Aufgaben an zu packen“. Ihre ganze Konzentration sollte fortan der Gemeindearbeit gelten, deshalb der Wechsel. Seit Dezember 2001ist sie Pfarrerin in Aumenau und Seelbach. Sie hat das Gemeindeleben gemeinsam mit dem Kirchenvorstand geprägt, besondere Gottesdienste „im Grünen“ oder die „Waldweihnacht“ eingeführt und seelsorgerliche Akzente aufgrund ihrer Erfahrungen in der Klinikseelsorge gesetzt. Der Dekan des Evangelischen Dekanates Runkel, Manfred Pollex, gratulierte im Namen des Dekanatssynodalvorstandes und der Kollegenschaft zum Jubiläum und überreichte die von der Kirchenleitung der EKHN verliehene Ehrenurkunde. Und einen Blumenstrauß gab es selbstverständlich auch noch, bevor im Kreise des Kirchenvorstandes ausführlich die vergangenen Jahr(zehnt)e betrachtet und Zukunftspläne geschmiedet wurden, natürlich bei dem Anlass angemessenen Speisen und Getränken.
Neues Kreuz am Evangelischen Gemeindehaus in Elz
Nicht leicht gemacht hat sich der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Staffel die Entscheidung für ein neues Kreuz, das die Außenfassade des Gemeindezentrums in Elz schmücken soll. Aus mehr als 30 Kreuzformen galt es sich zu entscheiden. Ausgewählt hat der Kirchenvorstand schließlich die lateinische Version, auch „Passionskreuz“ genannt. Bei dieser Kreuzform ist anders als bei der griechischen Form der senkrechte Balken länger als der waagerechte. Das Evangelische Gemeindezentrum ist damit jetzt auch von außen als kirchliches Gebäude zu erkennen. Im Inneren ist im Gottesdienstraum wie traditionell in den meisten Kirchen ein Kruzifix in Richtung Osten hinter dem Altar angebracht.
Eschilishov-Schüler auf Kirchenrallye
Aufgeregte Stimmen, fröhliches Lachen und neugierige Fragen erfüllten die drei Etagen der Evangelischen Kirche am Bahnhof in Limburg. Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 – 10 der Schule am Eschilishov, einer Grund- und Hauptschule in Eschhofen, besuchten die Kirche. Evangelische, katholische und muslimische Schülerinnen und Schüler hatten sich in einem über mehrere Monate laufenden Projekt mit dem Thema „Religionszugehörigkeit“ beschäftigt. Der Besuch in der Evangelischen Kirche war letzte Station der Reise durch die Religionen, vorher waren die Klassen bereits in einer Moschee und einer katholische Kirche gewesen. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Miriam Hornig, Diana Müller und Nicole Schmitt hatten sie sich vorbereitet, etwa durch den Besuch des evangelischen und katholischen Religions- und des Ethikunterrichts.
In der Evangelischen Kirche erwarteten Pfarrerin Ann-Marie Seidel-von Egidy, Kantor Harald Opitz, der Leiter der Jugendfreizeitstätte (JFS) Hans Altenhofen und Kirchenvorsteherin Karin Zeyen die Schülerinnen und Schüler. Ebenfalls begrüßt wurden sie von Pfarrer Thomas Keßler, im Evangelischen Dekanat Runkel verantwortlich für das Projekt „schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit“, der den Kontakt vermittelt hatte.
2 Teams aus Kirberg beim EKHN-Konfi-Cup
Zu den 21 Teams, die um den diesjährigen Konfi-Cup der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) kämpften, gehörten auch zwei Mannschaften aus Kirberg. Mit 12 Jungen und Mädchen aus Kirberg und Ohren, zwei mussten leider kurzfristig absagen, ging es nach Jügesheim-Hainhausen in den Rodgau. Zum neunten Mal bereits wurde der Pokal ausgesielt, erstmalig nahm die Evangelische Kirchengemeinde Kirberg-Ohren teil, gleich mit zwei Teams, damit alle Konfis zum Einsatz kommen konnten. Gespielt wurde auf dem Rasenkleinfeld mit je fünf Feldspielern und Torwart und der Besonderheit, dass immer zwei Mädchen mitspielen mussten.
In der Mannschaft 1 spielten: Marius Kriegel, Robin Klimmek, Leon Stephan, Dennis Wettengl, Katharina Wettengl und Alexandra Nedaschkowski.
In der Mannschaft 2: Conrad Hofmann, Sidny Fox, Patrick Pfeiffer, Leon Scheu, Magdalena Müller und Mareike Walter.
Die 21 Teams spielten in zwei Gruppen, in Gruppe 1 bestritt Kirberg I zehn Vorrundenspiele, in Gruppe 2 die zweite Mannschaft 9. Mannschaft I erreicht mit 5 Siegen, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen den fünften Platz nach der Vorrunde, Mannschaft 2 mit 3 Siegen, 3 Unentschieden und 3 Niederlagen den achten Platz. Nach einer kräftezehrenden Vorrunde gelangen in der Endrunde nur noch zwei Siege, so dass am Tournierende die Plätze 9 und 17 blieben. Dennoch fuhren alle Konfis zufrieden zurück nach Kirberg in der Hoffnung, im kommenden Jahr, beim dann zehnten EKHN-Konfi-Cup erfolgreicher ab zu schneiden.
Der Propst geht, es kommt die Pröpstin
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) verabschiedet Propst
Michael Karg in den Ruhestand. Nachfolgerin Annegret Puttkammer wird eingeführt
Mit stehenden Ovationen der Festversammlung in der
Konferenzhalle Herborn wurde Propst Michael Karg am Sonntagabend
in den Ruhestand verabschiedet. Mit Pfarrerin Annegret Puttkammer als seine Nachfolgerin steht in der Propstei Nord-Nassau erstmals eine Frau an der Spitze. Die frühere Dekanin des Dekanats Herborn tritt ihr neues Amt offiziell am Mittwoch, dem 1. Juni, an.
In einem Festgottesdienst in der Stadtkirche Herborn am Nachmittag verabschiedete Kirchenpräsident Dr. Volker Jung Michael Karg in den Ruhestand und führte Annegret Puttkammer in ihr Amt ein.
Der Kirchenpräsident würdigte Karg als einen klugen, reflektierenden
Menschen, der in der EKHN die bewegten Zeiten des Umbruchs und der
Veränderung in den zurückliegenden Jahren mitbegleitet habe. Es ging um
eine Fülle von Strukturfragen – von der Dekanatsstruktur bis hin zur
Kirchenordnung mit dem Abschied vom alten ‚Leitenden Geistlichen Amt“.
Präses Irmgard Busch verabschiedet Propst Michael Karg in den Ruhestand
Aber auch „tiefgreifende inhaltliche Fragen wie die der Segnung
gleichgeschlechtlicher Paare galt es zu regeln und immer wieder ging es auch um Fragen des
politischen Weges unserer Gesellschaft und dieser Welt“, so der
Kirchenpräsident. Jung habe Karg „als einen sehr
auf die Menschen und auf die Sache konzentrierten Propst erlebt“. In vielen
Gesprächen sei zu spüren gewesen, wie tief Michael Karg verwurzelt war in
jenem Vertrauen auf Gottes Güte und Weggeleit, „wie es ihn
drängte, dass wir als Kirche nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht und
Menschen leiden – als Benachteiligte, als an den Rand Gedrängte, als
Flüchtlinge“.
1999 wählte die Kirchensynode der EKHN den früheren Dekan des Dekanats
Gießen-Land zum Propst für Nord-Nassau. Er bekleidete es vom 1. März 2000
an. In diesem Amt wurde er einmal wiedergewählt. Nun tritt er mit dem 65.
Lebensjahr in den Ruhestand.
Unmittelbar nach der Verabschiedung des scheidenden Propstes führte Volker Jung die Herborner Dekanin Annegret Puttkammer in ihr neues Amt
als Pröpstin ein: „Das ist ein historisches Ereignis. Annegret Puttkammer
ist die erste Pröpstin für Nord-Nassau, das ist ein Grund zur Freude“, sagte
der Kirchenpräsident. Puttkammer, so Jung, wolle eine ‚fröhliche Pröpstin’ sein
Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hatte die
47jährige Herborner Dekanin auf der Herbstsynode 2010 in Frankfurt mit
überwältigender Mehrheit gewählt. Annegret Puttkammer (Jahrgang 1963) war seit März 2008 Dekanin im Dekanat Herborn. Gebürtig in Fulda hat sie ihre Kindheit in Velbert verlebt.
Nach ihrem Studium der Evangelischen Theologie in Münster und Bonn hat
Annegret Puttkammer ihr Vikariat in der Rheinischen Kirche an der
Evangelischen Kirchengemeinde in Kleve absolviert. Danach übernahm sie dort eine
halbe Pfarrstelle und eine halbe Stelle in der Krankenhausseelsorge. Von 1991 bis 1994 war sie Pastorin beim Evangelischen Bibelwerk im Rheinland. Nach der Heirat zog sie zu ihrem Mann Detlef Puttkammer nach Stuttgart und arbeitete dort als Bildungsreferentin im Frauenwerk der Evangelischen Kirche in Württemberg. 1997 ist sie in den Dienst
der EKHN übernommen worden. Sie war seit April 2001 Pfarrerin an der
Evangelischen Kirchengemeinde Neuenhain (Dekanat Kronberg), davor in Dotzheim (Dekanat Wiesbaden). Die Theologin ist auch als Autorin tätig: Unter anderem veröffentlicht sie Beiträge im „Neukirchener“ und dem „Konstanzer Kalender“. Seit 1995 ist sie redaktionell verantwortlich für „Brennpunkt Gemeinde“, einer Zeitschrift für Verkündigung und
Gemeindeaufbau der Arbeitsgemeinschaft „Missionarische Dienste in der
Evangelischen Kirche in Deutschland“, in dessen Vorstand sie seit 2003 ist.
Als Pröpstin möchte Annegret Puttkammer verstärkt um Kirchendistanzierte werben und den Gemeindeaufbau fördern.
In Grußworten würdigten sowohl der Dekan des Evangelischen Dekanates Runkel, Manfred Pollex, als auch Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Bistum Limburg, den scheidenden Propst und sicherten der neuen Pröpstin gute Zusammenarbeit und Unterstützung zu.
Michael Karg und Annegret Puttkammer
“Glauben entdecken” ist das Jahresthema 2012
Dekanatssynode ehrt Lektoren und Prädikantinnen
Die Synode des Evangelischen Dekanates Runkel hat auf ihrer Frühjahrstagung das Jahresthema 2012 beschlossen. Die Synodalen wählten mit großer Mehrheit das Thema „Glauben entdecken“. Zur Auswahl standen drei Themen, die eine Arbeitsgruppe des Dekanates aus einer Anzahl von Vorschlägen ausgewählt hatte, die aus den gemeinden eingegangen waren. Neben „Glauben entdecken“ standen „Jung und Alt“ und „Nachhaltigkeit – nach uns keine Sintflut“ zur Wahl. Nach einem intensiven Austausch über die Themen, in dessen Verlauf bereits viele Ideen und Anregungen zu allen drei Themen gemacht wurden, entschieden sich die Synodalen per Handzeichen für „Glauben entdecken“. Eine Vorbereitungsgruppe unter der Leitung von Pfarrer Thomas Eberl, Profilstelle Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung des Dekanates, wird Ideen und Vorschläge sammeln, sichten und bündeln, um auf der Herbstsynode 2011 ein vorläufiges Programm vorstellen zu können.
Eröffnet wurde die von Präses Irmgard Busch geleitete Synode mit einem Gottesdienst in der Ägidienkirche in der Vitosklinik in Hadamar. Erstmals hörten die Synodalen die neue Truhenorgel des Dekanates, gespielt von Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann. Großen Beifall erhielt der Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde Hadamar, der dem Gottesdienst eine fröhliche Note verlieh.
Der Kinderchor aus Hadamar
Gedenken und Würdigung waren zwei herausragende Tagesordnungspunkte.
In einer bewegenden Ansprache gedachte Dekan Manfred Pollex dem vor wenigen Wochen so unerwartet und tragisch verstorbenen Dr. Wernfried Schreiber. Er arbeitete langjährig im Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Limburg mit, engagierte sich in der Dekanatssynode, vertrat das Dekanat in der Synode der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau (EKHN) und begleitete die Arbeit des Wichern-Stiftes. Sein besonderer Einsatz galt der Umwelt und ökologischen Fragen. Er war Mitglied und langjähriger Vorsitzender des Umweltausschusses der EKHN-Synode.
Zu würdigen galt es 25 Jahre ehrenamtliche Arbeit als Lektoren und Prädikantinnen. Ingrid und Karl-Heinz Fuchs, Helga Reuter, Gisela Wollmann und Frieder Zimmermann erhielten aus den Händen von Dekan Pollex Ehrenurkunden der Kirchenleitung der EKHN und Präsente des Dekanatssynodalvorstandes.
Karl-Heinz und Ingrid Fuchs, Gisela Wollmann, Helga Reuter, Frieder Zimmermann
Langhaltender Beifall der Synodalen dankte den Geehrten für ihren unermüdlichen Einsatz in den Kirchengemeinden des Dekanates.
Eine Truhenorgel für das Evangelische Dekanat Runkel
Die Orgel ist sicherlich das größte Musikinstrument und von ihrer
Konstruktion her auch das komplizierteste, das der Mensch erfunden hat. Nicht ohne Grund heißt sie deswegen die „Königin der Instrumente. Die Orgel ist aber auch eines der ältesten Instrumente der Menschheit. Bereits die Römer besaßen Orgeln, die sie in Tempeln, Palästen und offensichtlich sogar in Amphitheatern aufstellten. Archäologen haben an verschieden Stellen des
römischen Weltreichs Reste von ihnen gefunden. Offensichtlich handelte es sich hierbei um tragbare Kleinorgeln (Truhenorgeln, Portative).
Das Christentum entdeckte das Instrument erst relativ spät für seine
Zwecke. Um die erste Jahrtausendwende vereinzelt, dann in den folgenden
Jahrhunderten immer rasanter, trat die Orgel den Siegeszug als das große Musikinstrument der Christenheit an.
Aus den Gottesdiensten und Gotteshäusern heute ist die Orgel schwerlich weg zu denken.
Neben den großen fest installierten Orgeln standen bis weit ins 18.
Jahrhundert hinein auch stets kleine handliche Kleinorgeln bereit, die
eher zur Begleitung eines Chores oder eines Instrumentalensembles
eingesetzt wurden. Mit der Wiederentdeckung der alten Musik ab
dem 19. Jahrhundert und der Ausbreitung der historischen Aufführungspraxis
ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekommen diese kleinen Orgeln, nun oft in Rekonstruktion oder Anlehnung an ihre historischen Vorbilder gebaut, wieder eine stärkere Bedeutung.
Aufbrechen wie Abraham und Sarah
8. Dekanatskinderkirchentag in Frickhofen
Die Geschichte vom Aufbrechen, davon, alles zurück zu lassen, was über lange Zeit vertraut war, stand im Mittelpunkt des Kinderkirchentages des Evangelischen Dekanates Runkel in Frickhofen. Abrahams Aufbruch nach Gottes Willen und unter Gottes Führung mit dem Ziel, in der Fremde eine neue Heimat zu finden, hat viele Bezüge in die Jetztzeit. Migration und Integration sind Themen, die die aktuelle Diskussion bestimmen, die Frage, wo und was „Heimat“ ist, wird vielfach gestellt. Mit der Geschichte von Abraham und seiner Frau Sarah reihte sich der Kinderkirchentag in die Veranstaltungen zum Jahresthema des Dekanates, „Meine Heimat ist das Mehr…“ ein.
Mittag beim Kinderkirchentag
Den Kinderchor aus der Kirchengemeinde Hadamar unter der Leitung von Friederike Buschmann unterstützen 170 sangesfreudige Kinder beim Eingangslied „Abraham verlass‘ dein Land und deinen Stamm“. Das Evangelische Gemeindezentrum in Frickhofen war gefüllt von fröhlichen Kinderstimmen. Pfarrer Johannes Jochemzcyk begrüßte Kinder, Eltern und Verwandte und ging auf die Rolle Abrahams als eine zentrale Figur des Alten Testaments ein. Gleich drei Religionen beziehen sich auf ihn, das Judentum, das Christentum und der Islam. Während des Tages beschäftigten sich die Kinder in Gruppen mit der biblischen Geschichte. Sie bastelten, malten und zeichneten Elemente daraus, die sie im Abschlussgottesdienst präsentierten. Immer schwang das Thema mit, das auch in einem Lied aus dem Liederheft zum Ausdruck kam: „Wir sind alle Ausländer – fast überall.
Schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit im Dekanat Runkel
Ein in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bislang noch nicht erprobtes Modell in der schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit ist jetzt im Evangelischen Dekanat Runkel gestartet. Pfarrer Thomas Keßler hat vom Dekanatssynodalvorstand (DSV) den Auftrag erhalten, ein Konzept für die Zusammenarbeit des Dekanates und seiner Gemeinden mit allen weiterführenden Schulen im Raum des Dekanates zu entwickeln. Bislang üblich in der schulbezogenen Jugendarbeit war die Kooperation mit ein oder zwei Schulen. Für die Dauer von zunächst vier Jahren hat der DSV deshalb die Projektstelle eingerichtet mit dem Ziel, verschiedene Modelle evangelischer Bildungsarbeit an der Schnittstelle Schule/Evangelische Kirche zu entwickeln und zu erproben. Mit der Erarbeitung passgenauer Modelle und Variationen für regionale Bildungsarbeit profiliert sich das Dekanat als Bildungspartner und setzt damit einen in seinen Leitlinien formulierten Anspruch um: den Aufbau einer regionalen Bildungslandschaft als aktuelle Herausforderung für die Bildungslandschaft insgesamt. Als „natürlicher“ Partner in diesem Prozess wird der „Partner Schule“ gesehen.
Mit Pfarrer Thomas Keßler hat das Dekanat einen aufgrund seines beruflichen Werdeganges und seiner Kompetenzen und Qualifikationen „passenden“ Projektleiter gefunden. Der 1959 in Gießen Geborene hat zuletzt 14 Jahre als Pfarrer im Schuldienst gearbeitet, per Gestellungsvertrag unterrichtete er an der Tilemannschule in Limburg und wirkte dort als Schullseelsorger. Mit Übernahme der Projektleitung im Dekanat Runkel auf einer halben Stelle war auch ein Schulwechsel verbunden, seit Schuljahresbeginn Mitte August unterrichtet Keßler an der Adolf-Reichwein-Schule, ebenfalls in Limburg.