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    Tageslosung

A K T U E L L E S

Grundkurs Kirche

Kirche ist, wie sie ist – oder auch ganz anders…
. Das Abendmahl steht im Mittelpunkt des „Grundkurs Kirche“ in Dauborn. Die Evangelische Kirchengemeinde lädt ein zur zweiten Gruppe von Gesprächsabenden. Wer eine Nachbargemeinde besucht oder im Urlaub eine fremde Kirche – immer kommt einem Vieles bekannt vor, und Etliches ist ungewohnt. Die christlichen Kirchen haben sich über 2000 Jahre in vielfältiger Struktur entwickelt. Oft waren soziale und politische Rahmenbedingungen prägend, aber auch Landschaft, Sprache und Geschichte. Im ländlichen Bereich gibt es meistens nur ein oder zwei Konfessionen, in den Städten findet sich aber eine breite Palette an Glaubensformen innerhalb des Christentums.
Die Konfessionen unterscheiden sich in Liturgie, Glaubensgrundsätzen, Ausgestaltung der Kirchen und Organisationsformen. Und sie sind dennoch alle Kirche Jesu Christi.
Der „Grundkurs Kirche“ erläutert an prägenden Beispielen die Vielfalt und stellt die Glaubensgrundlagen vor. Eine anschauliche Einführung bietet jeweils grundlegende Informationen. Daran schließt sich das gemeinsame Gespräch über Eindrücke, Erfahrungen und Fragen an. Einzelne Abschnitte werden gemeinsam erarbeitet. Die Kursabende sind gerahmt von einem Imbiss zu Beginn, Liedern und Gebeten.
Wie immer beginnt der Abend mit einem gemeinsamen Imbiss. Dann schließen sich Informationen und Gesprächsphasen an. In Anpassung des ursprünglichen Planes wird an diesem Abend ausführlich das Abendmahl behandelt, im Blick auf die biblischen Quellen, das unterschiedliche Verständnis der Konfessionen und die praktische Umsetzung in den Gemeinden.
Gerne können sich weitere Interessierte an diesem Abend beteiligen; um Anmeldung wird gebeten beim Pfarramt Dauborn, Tel.: 06438 / 6782.
Die gesamte Reihe des „Grundkurs Kirche“ eignet sich als Vorbereitung für eine Erwachsenentaufe oder –konfirmation. Wer daran Interesse hat, setze sich bitte mit dem Pfarramt in Verbindung; es wird im Frühjahr 2017 eine Wiederholung oder Fortführung der Veranstaltungsreihe geben.
Das nächste Treffen findet statt am Freitag, dem 30. September 2016, 19.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Dauborn, Rheinstraße 3.

Evangelische Gottesdienste 01./02.10. 2016

Aumenau: Sonntag 14 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in der Kirche.

Dauborn: Sonntag 10.15 Uhr Gottesdienst zum Erntedankfest, Gemeindehaus Niederbrechen, 17 Uhr Gottesdienst zum Erntedankfest in der Kirche in Dauborn.

Hadamar: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl, anschl. Kirchenkaffee, Evangelisches Gemeindezentrum Frickhofen. 10.45 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in der Schlosskirche.

Heckholzhausen: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zu Erntedank, Einführung der Konfirmanden, anschl. Gemeindefest rund um die Kartoffel. in Heckholzhausen.

Heringen: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum Erntedankfest in der Kirche.

Kirberg-Ohren: Samstag 15 Uhr Ökum. Kinderkirche, St. Marien Kirberg.- Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl, ev. Pfarrkirche Kirberg, 10 Uhr Kindergottesdienst in der Kirche.- Dienstag 10 Uhr Gottesdienst im Kirberger Seniorenheim, 14 Uhr Gottesdienst im Haus Iris.

Limburg: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zu Erntedank in der Kirche, 17 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in Lindenholzhausen.- Montag 16 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl, Theodor-Fliedner-Haus.- Mittwoch 17 Uhr Gottesdienst in der Seniorenresidenz.
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Mensfelden-Linter: Sonntag 10.45 Uhr Familiengottesdienst mit Agapemahl in Linter, 14.30 Uhr Familiengottesdienst mit Agapemahl in Mensfelden.

Münster: Samstag 11 Uhr Erntedank- Gottesdienst in der Ev. Kindertagesstätte.

Nauheim-Neesbach: Sonntag 14 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zur Kirmes in Nauheim.

Runkel: Sonntag 9 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zu Erntedank in Ennerich, 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zur Einweihung des Gemeindehauses im Gemeindehaus in Runkel. - Donnerstag 10.30 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim Runkel.

Schadeck: Sonntag 11 Uhr Erntedankfest bei Fam. Völker, Weilburger Str. 1.Gottesdienst in der Kirche.

Schupbach: Samstag 18 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum Erntedankfest in Eschenau.- Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum Erntedankfest in Schupbach

Seelbach: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in der Kirche in Seelbach.

Staffel: Freitag 17 Uhr Gottesdienst, St. Josefshaus Elz.- Samstag 10 Uhr Kinderkirche Elz.- Sonntag 9 Uhr Gottesdienst zu Erntedank in Elz, 10.15 Uhr Gottesdienst zu Erntedank in Staffel, 10.15 Uhr Kindergottesdienst in Staffel.

Steeden: Sonntag 9 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zu Erntedank in Hofen.

Weyer: Sonntag 11 Uhr Erntedank-Gottesdienst auf dem Hof der Fam. Hepp.

Wolfenhausen: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst zu Erntedank mit Kindergarten und Kindergottesdienst in Wolfenhausen.

Licht gegen Brustkrebs

Ökumenischer Gottesdienst im St. Vincenz Krankenhaus
In ganz Deutschland ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nahezu jede achte Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Aber auch Männer sind betroffen.
Die Diagnose „Brustkrebs“ und die anschließende Therapie sind nicht nur verbunden mit körperlichen Beeinträchtigungen, auch die psychischen Belastungen sind erheblich. Seit einigen Jahren beteiligt sich deshalb auch die Region Limburg-Weilburg an der Aktion und feiert einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem alle Betroffenen, deren Angehörige und Interessierte eingeladen sind. Gemäß dem Titel „Licht gegen Brustkrebs“ werden im Gottesdienst Lichter brennen für die Hoffnung, gegen die Angst und für das Leben. Zum Gottesdienst laden ein Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich und Sr. Elisabeth Lenhof, SAC, Krankenhausseelsorge am St. Vincenz und die Frauen im Evangelischen Dekanat Runkel. Die musikalische Gestaltung hat die „Capella St. Vincenz“ unter der Leitung von Kirchenmusiker Harald Opitz übernommen.
Der Gottesdienst am Samstag, dem 8. Oktober 2016 beginnt um 18.00 Uhr in der Kapelle des St. Vincenz-Krankenhauses in Limburg.
In ganz Deutschland ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nahezu jede achte Frau erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Aber auch Männer sind betroffen.
Die Diagnose „Brustkrebs“ und die anschließende Therapie sind nicht nur verbunden mit körperlichen Beeinträchtigungen, auch die psychischen Belastungen sind erheblich. Seit einigen Jahren beteiligt sich deshalb auch die Region Limburg-Weilburg an der Aktion und feiert einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem alle Betroffenen, deren Angehörige und Interessierte eingeladen sind. Gemäß dem Titel „Licht gegen Brustkrebs“ werden im Gottesdienst Lichter brennen für die Hoffnung, gegen die Angst und für das Leben. Zum Gottesdienst laden ein Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich und Sr. Elisabeth Lenhof, SAC, Krankenhausseelsorge am St. Vincenz und die Frauen im Evangelischen Dekanat Runkel. Die musikalische Gestaltung hat die „Capella St. Vincenz“ unter der Leitung von Kirchenmusiker Harald Opitz übernommen.
Der Gottesdienst am Samstag, dem 8. Oktober 2016 beginnt um 18.00 Uhr in der Kapelle des St. Vincenz-Krankenhauses in Limburg.

Das Los der Depression

Kirche im Kino zeigt „ Mängelexemplar

Mit Martin auf Entdeckungstour

11. Kinderkirchentag im Evangelischen Dekanat Runkel
Höhepunkt für alle waren die Burgführungen. Hausherrin und Hausherr, Felicitas Prinzessin zu Wied und Metfried Prinz zu Wied ließen es sich nicht nehmen, den Kindern ihr „Haus“ selbst zu zeigen. Und nicht nur das, auch an der Handlung des Tages beteiligten sie sich, den Keller der Burg hatten sie in Luthers Schreibstube auf der Wartburg verwandelt. Neben Gemeindepfarrer Carsten Adams, der den Tag mit organisiert hatte, waren Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Dekanat, die stellvertretende Dekanin Claudia Gierke-Heinrich sowie Dekanatsjugenreferent Peter Wagner und die Gemeindepädagogen des Dekanates an der Gestaltung beteiligt. Und auch die Runkeler Burgmannen hatten es sich nicht nehmen lassen, an den Spielhandlungen des Tages mit zu wirken.

Essen mit Genuss und ohne Gewissensbisse

forum Kirche und Gesellschaft diskutierte: "Der Mensch ist, was er isst"
Beim Forum Kirche und Gesellschaft des Evangelischen Dekanats Runkel stand das Essen zur Diskussion. Am Eingang gab es für die Besucher „Alles Bio“: Vegane Burger, Falafel und Apfelsaft aus der Region. Für die geistige Nahrung sorgten drei Fachleute auf dem Podium mit ihren Impulsbeiträgen aus Medizin, Philosophie und Theologie.
Dr. Friedemann Hedrich, Diabetologe aus Hadamar, verwies auf die Sündenfallgeschichte mit der verlockend anzusehenden Frucht. Deren Zuckergehalt dürfte für die Versuchung eine wesentliche Rolle gespielt haben. Da das menschliche Gehirn auf „Zucker als Treibstoff“ angewiesen sei, dominiere es aus Eigennutz die Vorlieben bei der Nahrungsaufnahme. Lebensmittelindustrie und Werbestrategen haben sich das längst zu Eigen gemacht. Über die Sinneswahrnehmungen trifft der Mensch viele Entscheidungen im Zwischenhirn, lange bevor Bewusstsein und Verstand regulierend tätig werden. Der Darm weise den Menschen als Allesfresser aus, daher sei Mischkost empfehlenswerter als fleischlose Ernährung. Letztlich bleibe der Mensch aber ein Individuum, für das gilt: Er ist, was er isst.
Dr. Wolfgang Schäffner, Geschäftsführer des Internationalen Forums Gastrosophie in Salzburg, berief sich auf die antike Philosophie. Den Satz Epikurs „Der Anfang von allem ist die Freude des Magens“ nahm später Ludwig Feuerbach auf: Menschsein beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Wenn das Ziel der Philosophie das gute Leben sei, könne man gar nicht von Genuss und Weisheit beim Essen absehen. Erforderlich sei eine Ernährungswende, um Überproduktion und Ausbeutung gegenzusteuern. Zukunftsweisend seien regional und nachhaltig produzierte Erzeugnisse.
Der dritte Podiumsgast, Pfarrer Karl-Martin Unrath aus St. Wendel, stellte fest, dass der Streit ums Essen mehrfach im Neuen Testament Erwähnung finde: Zum einen in der Auseinandersetzung um die Bedeutung der jüdischen Speisegesetze für die entstehenden christlichen Gemeinden. Zum anderen stehen sich die asketische Tradition um den Täufer Johannes und die Bewegung um Jesus gegenüber, der gern Einladungen zum Essen annahm und schon mal als „Fresser und Weinsäufer“ (Lk 7,34) gebrandmarkt wurde. Auch in der Reformationszeit sei die theologische Überzeugung gern demonstrativ mit der Ablehnung von Fastengebräuchen verknüpft worden, so zum Beispiel bei dem berühmt-berüchtigten Züricher Wurstessen im Jahr 1522. Heute sei festzustellen, dass Diätregeln und auch Vegetarismus bisweilen eine übersteigerte Bedeutung bis hin zum Religionsersatz bekämen. Hoffnungen auf ein gelingendes Leben und die Rettung der Welt würden auf das Essen übertragen. Insofern widersprach der Theologe seinen beiden Vorrednern: Der Mensch ist nicht, was er isst. Der Mensch ist, was er vor Gott ist. Er wird nicht rein oder unrein durchs Essen, sondern Gott habe durch das Evangelium den Menschen mit sich ins Reine gebracht.
In der angeregten Diskussion wurde festgestellt, dass die Landwirtschaft statt Lebensmitteln zunehmend nur noch Grundstoffe für die Industrie produziere. Der Zwang zum Wachstum habe kleinbäuerliche Strukturen zerschlagen. Es liege an den Verbrauchern, ihre Macht als Endabnehmer stärker einzusetzen und selbst zur Ernährungswende beizutragen. Aufklärung und praktisches Wissen seien geboten, etwa über ein Schulfach Ernährungskunde. Zur Zukunft des Essens gehöre auch eine Vielfalt neuer Bewegungen: Urban gardening, Powerfood, Algen-/Insektenkost, Digitalisierung. Den Kirchen wird empfohlen, bei Verköstigungen auf Kirchentagen, in Tagungshäusern oder Kindertagesstätten nicht einseitig Bioerzeugnisse vorzuschreiben, sondern Wahlmöglichkeiten zu bieten, Produkte zu deklarieren sowie stärker auf regionale und artgerechte Lebensmittel zu setzen.
Die nächste Podiumsdiskussion in der Reihe Kirche und Gesellschaft findet am Mittwoch, 7. Dezember 2016, statt. Unter dem Titel „Weihnachten – Feste feiern!?“ werden Traditionen und Trends des kirchlichen Festes auch aus ökonomischer und psychologischer Perspektive betrachtet.

Evangelische Christen im Dekanat Runkel in Geberlaune

Spendenergebnis für Brot für die Welt erneut gesteigert
Brot für die Welt hat im Jahr 2015 von Spenderinnen und Spendern im Kirchengebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) 4.211.951 Euro erhalten. Das ist ein Plus von mehr als 150.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Allein bei den Kollekten an Heiligabend und Erntedank legten die Gläubigen 1.736.481,24 Euro in den Klingelbeutel. Das waren 90.509,49 Euro mehr als im Jahr zuvor.
Ganz besonders großzügig waren wie gewohnt die Kirchenbesucherinnen und -besucher aus dem Dekanat Runkel. Sie spendeten dem Evangelischen Hilfswerk an Heiligabend und Erntedank insgesamt 22.493,40 Euro. Ein schönes Plus von 2.437,68 Euro für die Arbeit von Brot für die Welt war bei der Heiligabendkollekte mit bemerkenswerten 18.455,16 Euro zu verzeichnen. Die Erntedankkollekte blieb mit 4.038,24 Euro nahezu gleich.
„Wir freuen uns, dass Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2015 wieder ihr Vertrauen geschenkt haben. Allen, die dazu beigetragen haben, sei ganz besonders herzlich dafür gedankt“, so Dr. Ute I. Greifenstein, Referentin für Brot für die Welt für Kurhessen-Waldeck und Hessen und Nassau. Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit von Brot für die Welt im vergangenen Jahr mit 57,5 Millionen Euro unterstützt. Das sind 1,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (55,7 Millionen).
Brot für die Welt ist das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen. Gegründet 1959, fördert das Werk heute in mehr als 90 Ländern Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit. Im Zentrum der Arbeit von Brot für die Welt und seinen Partnerorganisationen steht die Überwindung von Hunger und Mangelernährung, die Förderung von Bildung und Gesundheit, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die Wahrung der Menschenrechte. Neu bewilligt wurden im vergangenen Jahr 553 Projekte in 79 Ländern. Die meisten Mittel (33 Prozent) gingen nach Afrika.

Terror in Europa – drei Fragen an Pröpstin Annegret Puttkammer

Nach den Anschlägen der vergangenen Tage haben viele Menschen Angst. Sie auch?
Ich bin zwar nicht in Panik, aber doch sehr besorgt. Seit dem Sommer 2014, als die Terrororganisation ISIS anfing, Christen, Muslime und Jesiden barbarisch zu töten, spüre ich eine tiefe Verunsicherung in mir, die mir zu schaffen macht. Ich lebe zwar nach außen weiter so wie früher. Aber wenn ich an Bahnhöfen bin, am Flughafen und auch bei Veranstaltungen, schwingt doch immer die Frage mit: Gibt es etwas Verdächtiges? Das lähmt mich zwar nicht völlig – aber die Furcht ist schon spürbar. Trotzdem habe ich in Frankreich Urlaub gemacht!

Was tun Sie gegen die Angst?
In der Bibel heißt es ja oft „Fürchte dich nicht“. Das verstehe ich so: Lass dich von deiner Angst nicht einfach so wegschwemmen, denn sie ist ein schlechter Ratgeber. Deshalb sage ich mir, wenn ich Angst spüre: „Das Gehirn einschalten!“ Und mein Verstand erinnert mich: Die allermeisten Menschen sind friedlich und hilfsbereit, wie wir das ja auch an der Welle der Hilfsbereitschaft in München gesehen haben. Und: Die Chance, dass ich bei einem Autounfall zu schaden komme, ist viel, viel höher. Außerdem will ich niemanden einfach aufgrund von Haarfarbe oder Kleidung verdächtigen – denn gute und schlechte Menschen gibt es überall, da ist Sippenhaft keine Lösung. Zugleich weiß ich natürlich auch: Die Lage ist angespannt, also sei wachsam. Das ist also für mich jetzt die Herausforderung: Nicht in heillose Panik zu geraten, nicht in Überreaktion zu verfallen und gleichzeitig vorsichtig zu sein.

Was kann man aus Ihrer Sicht gegen Amok und Terror tun?
Ich traue unseren Sicherheitskräften schon heute viel zu. Was sie leisten, haben wir in München und Ansbach gesehen. Und viele Attentate wurden ja schon im Vorfeld unterbunden! Aber wir werden noch mehr für unsere Sicherheit investieren müssen. Polizisten müssen sichtbar sein, damit man sich sicherer fühlt. Wir brauchen mehr Beratungsstellen, die man anrufen kann, wenn man sich über seine Tochter oder seinen Freund Sorgen macht. Die Migranten brauchen schnell Sprachkurse und auch Kontakt zu Vereinen. Das alles ist nicht zum Nulltarif zu haben! Wir müssen bereit sein, dafür mehr Steuergelder einzusetzen. Außerdem muss sich jeder Einzelne darüber im Klaren sein, dass Mobbing und Ausgrenzung tatsächlich gefährlich sind – und dass Freundlichkeit und Zuwendung eben nicht naiv sind, sondern vielmehr eine Investition für unsere Zukunft. Alle Menschen guten Willens, gleich welcher Weltanschauung und Religion, sind in der Trauer um die Opfer verbunden und müssen jetzt zusammenhalten.

Grundkurs Kirche

Kirche ist, wie sie ist – oder auch ganz anders…
Wer eine Nachbargemeinde besucht oder im Urlaub eine fremde Kirche – immer kommt einem Vieles bekannt vor, und Etliches ist ungewohnt. Die christlichen Kirchen haben sich über 2000 Jahre in vielfältiger Struktur entwickelt. Oft waren soziale und politische Rahmenbedingungen prägend, aber auch Landschaft, Sprache und Geschichte. Im ländlichen Bereich gibt es meistens nur ein oder zwei Konfessionen, in den Städten findet sich aber eine breite Palette an Glaubensformen innerhalb des Christentums.
Die Konfessionen unterscheiden sich in Liturgie, Glaubensgrundsätzen, Ausgestaltung der Kirchen und Organisationsformen. Und sie sind dennoch alle Kirche Jesu Christi.
Der „Grundkurs Kirche“ erläutert an prägenden Beispielen die Vielfalt und stellt die Glaubensgrundlagen vor. Eine anschauliche Einführung bietet jeweils grundlegende Informationen. Daran schließt sich das gemeinsame Gespräch über Eindrücke, Erfahrungen und Fragen an. Einzelne Abschnitte werden gemeinsam erarbeitet. Die Kursabende sind gerahmt von einem Imbiss zu Beginn, Liedern und Gebeten.
Mit dieser Veranstaltung kann der eigene Blick auf „Kirche“ geweitet und ergänzt werden. Das hilft, die eigene Gemeinde besser zu verstehen und zuzuordnen.
Der Kurs wendet sich an Kirchenvorstände, Konfirmandeneltern, erwachsene Täuflinge oder Konfirmanden, Taufpaten und alle, die mehr wissen wollen.
Die Teilnahme an allen Kursabenden wird empfohlen, dafür wird ein Nachweis ausgestellt. Der Kurs bietet sich auch an als Grundlage für die Taufe von Erwachsenen. Die Teilnahme an einzelnen Abenden ist ebenfalls möglich.

Evangelisches Gemeindehaus Dauborn, Rheinstraße 3a.
Thema ist am:
16. September: „Die Sakramente – Lebensmittel des Glaubens“
30. September: „Die Bibel – Geschichte der Menschen mit Gott“
14. Oktober: wird gemeinsam festgelegt

Geleitet wird der Grundkurs Kirche von Pfarrerin Susanne Holz-Plodek und Pfarrer Wolfgang Plodek.
Anmeldungen sind im vorab möglich im Gemeindebüro, Tel.: 06438 – 6782, e-mail: pfarramt-huenfelden-dauborn (at) t-online (dot) de

Wehret den Anfängen

Durch Pegida und die AfD bekommt rechtsnationale Gesinnung in Deutschland zunehmende Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinlad-Pfalz und Sachsen-Anhalt vor wenigen Wochen haben dies noch einmal eindrücklich bestätigt. “Brauchen wir ein Bündnis gegen rechts“ war deshalb die Frage, der das „forum Kirche und Gesellschaft“ des Evangelischen Dekanates Runkel nachging. Dekan Manfred Pollex beschrieb in seinen einleitenden Worten den Gedanken, der hinter der Veranstaltungsreihe „forum“ steht, es dient dazu, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wahr zu nehmen und ein zu ordnen. „Wir haben als evangelische Kirche“, so der Dekan, eine Verantwortung für unsere Gesellschaft, für die Welt, in der wir leben, im Großen wie im Kleinen, und wir wollen dem biblischen Auftrag nachkommen, der Stadt Bestes zu suchen“. Für Pollex heißt das, die Stimme laut gegen diejenigen zu erheben, die Hass und Vorurteile gegen Minderheiten, Flüchtlinge und Asylsuchende schüren und die „ihr politisches Süppchen mit Zutaten kochen, die wir als menschenverachtend verurteilen“.
Der Frage, ob ein Bündnis gegen rechts erforderlich sei, gingen der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Ulrich Oelschläger, Helge von Horn vom Beratungsnetzwerk gegen rechts und der Historiker Dr. Wolfram Endler nach. Endler eröffnete die Podiumsdiskussion mit einer Begriffsklärung und verwies darauf, zwischen Demokratischer und antidemokratischer Rechter zu unterscheiden. Die CDU des ersten Kanzlers der Bundesrepublik, Konrad Adenauer, war für den Historiker eine klassische Partei der demokratischen Rechten mit dem Auftrag, den Rechtsextremismus in der jungen Republik klein zu halten. Der Kurs der Partei veränderte sich im Laufe der Jahre immer mehr in Richtung gesellschaftliche Mitte, die demokratische Rechte verschwand zusehends. In diese Lücke schlüpften nach und nach rechtspopulistische bis rechtsextreme Parteien wie die NPD oder die Republikaner. AfD und Pegida ordnete der Historiker eher dem rechtspopulistischen und noch nicht dem rechtsextremistischen Lager zu. Dem widersprach Ulrich Oelschläger und belegte das an Beispielen aus seiner Heimatstadt Worms und mit persönlichen Erfahrungen mit AfD-Anhängern. Oelschläger wies auch darauf hin, dass die AfD nicht nur antiislamische Standpunkte vertrete sondern immer wieder auch antisemitische Parolen verbreite. Der Präses benannte auch den alltäglichen Rassismus und stellte die Frage, wo „fängt rechts denn an?“
Helge von Horn beleuchtete die aktuelle Entwicklung des rechten Lagers in der Region Limburg-Weilburg. Er erinnerte daran, dass die meisten der rechten Parteien und Gruppierungen aus den „Kameradschaften“ entstanden sind, die nach und nach von Gerichten verboten wurden. Für ihn bemerkenswert ist der zunehmende Bedeutungsverlust von Parteien wie der NPD oder „Die Rechte“ auch in der Region Limburg. Er beobachtet mit Sorge das Anwachsen etwa der „Identitären Bewegung“ und des „Dritten Weges“. Moderator Joachim Naurath, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Runkel, thematisierte die Ängste in der Bevölkerung, die seiner Ansicht nach mit Grund für die Wahlerfolge der AfD im März seien. Horn widersprach insoweit, als er darauf hinwies, dass zwischen realen Ängsten und Ängsten, die aufgrund populistischer „Propaganda“ entstünden, unterschieden werden müsste. Oelschläger riet, zunächst einmal genau zu analysieren, wie die Ängste entstehen, woher sie kommen. Einig waren sich alle Beteiligten, das Bildung und Aufklärung so früh wie möglich erforderlich sind, um der „Gefahr von rechts“ zu begegnen. Aufgabe aller demokratischen Kräfte muss es sein, für ein Menschenbild, für Werte und Normen zu werben, die dem Frieden, der Gerechtigkeit und der Bewahrung der Menschenrechte dienen.

Felix Mendelssohn Bartholdy‘s „Paulus“ in Hadamar

Gesucht: Sängerinnen und Sänger
Der Im Januar neu gewählte Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes des Evangelischen Dekanates Runkel, Christian Harms lädt die Dekanatssynode zu ihrer zweiten Tagung nach Hadamar ein. Einer der Schwerpunkte der Tagung wird die Vorstellung der hauptamtlich im Dekanat Beschäftigten und ihrer Aufgabengebiete sein.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Fortsetzung der auf der konstituierenden Sitzung im Januar 2016 begonnenen Wahlen. So steht die Wahl des Dekanatsjugendpfarrers auf der Tagesordnung, die Wahl des Stationsvorstands der Diakoniestation des Dekanates in Brechen, Wahlen in den Diakonieausschuss und eines Umweltbeauftragten, um nur einige zu nennen.
Die Synode am Freitag, dem 22. April 2016 tagt in der Vitosklinik in Hadamar. Sie beginnt um 16.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Ägidienkirche der Vitosklinik, geleitet von der Stellvertreterin des Dekans, Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich. Anschließend wird die Tagung im Festsaal der Klinik eröffnet.

Ausgrenzung vermeiden und Teilhabe ermöglichen

Landkreis Limburg-Weilburg Modellregion Inklusion im Land Hessen


EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau Evangelisches Dekanat Runkel, EKHN, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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