Evangelische Gottesdienste 12./13./17. (Himmelfahrt) Mai 2012
Aumenau: Sonntag 10 Uhr Konfirmations-Gottesdienst mit Abendmahl in Aumenau.- Himmelfahrt 10 Uhr Gottesdienst am Gemeindehaus in Aumenau.
Dauborn: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst zur Konfirmation in der Kirche in Dauborn.- Himmelfahrt 10.15 Uhr Gottesdienst in der Kirche in Dauborn.
Hadamar: Sonntag 10 Uhr Konfirmation Gruppe I in der Schlosskirche, 14 Uhr Konfirmation Gruppe II in der Schlosskirche, 10 Uhr Gottesdienst mit Taufen, Evangelisches Gemeindezentrum Frickhofen.- Himmelfahrt 11 Uhr Freiluftgottesdienst mit Einführung der Konfirmanden beider Pfarrbezirke, Evangelisches Gemeindezentrum Frickhofen.
Heckholzhausen: Sonntag 10 Uhr Vorstellungs-Gottesdienst der Konfirmanden in Heckholzhausen, 11.15 Uhr Gottesdienst in Hintermeilingen.- Himmelfahrt 10 Uhr Gottesdienst In den Birken in Heckholzhausen.
Heringen: Sonntag 9.30 Uhr Konfirmation in der Kirche.- Himmelfahrt 10.30 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Kaltenholzhausen: Sonntag 11 Uhr Gottesdienst in der Kirche.- Himmelfahrt 9.30 Uhr Vorstellung der Konfirmanden in der Kirche.
Kirberg-Ohren: Sonntag 10 Uhr Kindergottesdienst in der Kirche, 14 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden in der Pfarrkirche Kirberg.- Himmelfahrt 10.30 Uhr Gottesdienst auf der Kirberger Burg..
Limburg: Freitag 18.30 Uhr Ökum. Gottesdienst in der St. Anna-Kirche.- Samstag 17 Uhr Gottesdienst in Dietkirchen.- Sonntag 9.30 Uhr Kindersonntag in der Kirche, 10 Uhr Vorstellungs-Gottesdienst der Konfirmandengruppe Süd in der Kirche, 17 Uhr Gottesdienst in Eschhofen.- Himmelfahrt 11 Uhr Familiengottesdienst, Außengelände Kindertagesstätte Johannes-Mechtel-Straße.
Mensfelden-Linter: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst in Mensfelden, 10 Uhr Konfirmation in Linter, 10.30 Uhr Kindergottesdienst in Mensfelden.- Himmelfahrt 9 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in Linter, 10.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl in Mensfelden.
Münster: Sonntag 9 Uhr Gottesdienst in der Kirche.- Himmelfahrt 10.15 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Nauheim-Neesbach: Sonntag 9.30 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden in Neesbach, 11 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden in Nauheim.
Runkel: Sonntag 9 Uhr Gottesdienst in Ennerich, 10 Uhr Gottesdienst in Runkel.- Mittwoch 10.30 Uhr Gottesdienst im Haus Lahnblick, Villmar.- Himmelfahrt 10 Uhr Gottesdienst in Runkel.
Schadeck: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche.- Himmelfahrt 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Schupbach: Sonntag 10 Uhr Vorstellungs-Gottesdienst der Konfirmanden in Schupbach.
Staffel: Freitag 17 Uhr Gottesdienst im St. Josefshaus Elz.- Sonntag 9.30 Uhr Konfirmation in Staffel, Gruppe Elz, 10.15 Uhr Kindergottesdienst in Staffel.- Himmelfahrt 10m Uhr Gottesdienst in Elz.
Steeden: Sonntag 10.15 Uhr Konfirmation in Steeden.- Himmelfahrt 10.15 Uhr Freiluftgottesdienst in Steeden.
Weyer: Sonntag 10.15 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zur Goldenen Konfirmation in der Kirche.- Himmelfahrt 9 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Evangelische Gottesdienste 19./20. Mai 2012
Aumenau: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst in Seelbach, 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zur Goldenen Konfirmation in Aumenau.
Dauborn: Sonntag 10 Uhr Konfirmation in der Kirche in Dauborn.
Hadamar: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Taufen in der Schlosskirche, 10 Uhr Gottesdienst, Vorstellung der Konfirmanden, Evangelisches Gemeindezentrum Frickhofen.
Heckholzhausen: Sonntag 10 Uhr Konfirmation in Heckholzhausen.
Heringen: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Kaltenholzhausen: Sonntag 13.30 Uhr Konfirmations-Gottesdienst in der Kirche.
Kirberg-Ohren: Samstag 17 Uhr Gottesdienst in Ohren.- Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zur Konfirmation in der Pfarrkirche Kirberg, 10 Uhr Kindergottesdienst im Gemeindehaus.
Limburg: Sonntag 10 Uhr Vorstellungs-Gottesdienst der Konfirmanden „Mitte/Nord in der Kirche, 17 Uhr Gottesdienst in Blumenrod.
Mensfelden-Linter: Sonntag 10 Uhr Konfirmation II in Linter, 10.30 Uhr Gottesdienst in Mensfelden.
Münster: Sonntag 9 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Nauheim-Neesbach: Sonntag 10.30 Uhr Gottesdienst in Neesbach, 14 Uhr Konfirmations-Gottesdienst in Nauheim.
Runkel: Freitag 10 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim Runkel.- Sonntag 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zur Konfirmation in Runkel.- Donnerstag 10.30 Uhr Gottesdienst im Seniorenheim Runkel.
Schadeck: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Schupbach: Sonntag 10 Uhr Kindergottesdienst in Gaudernbach, 10 Uhr Konfirmations-Gottesdienst mit Abendmahl in Schupbach.
Staffel: Freitag 15.45 Uhr Gottesdienst im Seniorenwohnzentrum Haus Elz.- Sonntag 9 Uhr Gottesdienst in Elz, 10.15 Uhr Gottesdienst in Staffel,10.15 Uhr Kindergottesdienst in Staffel.
Steeden: Samstag 18.10 Uhr Gottesdienst in der Kirche in Steeden.
Weyer: Sonntag 10 Uhr Gottesdienst in der Kirche.
Wolfenhausen: Sonntag 9.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zur Konfirmation.
Beten mit den Füßen
Pilgern auf dem Elisabethpfad
Es muss nicht unbedingt Spanien oder Frankreich sein, auch in Hessen und Rheinland-Pfalz gibt es attraktive Pilgerpfade. Das Evangelische Dekanat Runkel bietet unter dem für 2012 gewählten Jahresthema „Glauben entdecken“ zwei Pilgerwanderungen an, die erste geht auf dem Elisabethpfad entlang.
Drei Pfade führen in Deutschland zur Grabeskirche der heiligen Elisabeth, einer von Eisenach, einer von Frankfurt und einer von Köln kommend. Zunächst zwei Etappen auf dem von Frankfurt kommenden Weg gemeinsam zu pilgern bietet die Vorbereitungsgruppe des Dekanates an. Die erste führt von Albshausen nach Fellingshausen, die zweite von Fellingshausen nach Marburg.
Der Elisabethpfad von Frankfurt nach Marburg knüpft an einen Wanderweg an, den der Oberhessische Gebirgsverein 1995 zwischen Marburg und dem Kloster Altenberg bei Wetzlar schuf. Er bezog sich auf den Weg, den die hl. Elisabeth selbst mehrmals zu Fuß zurückgelegt hat, weil sie ihre Tochter Gertrud als kleines Kind dem Kloster Altenberg anvertraut hatte. Im Jahr 2000 erweiterte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) diesen Wanderweg von Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet her. Diesen Wanderweg widmete die EKHN der ökumenischen Pilgerbewegung, die im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Denn die Glaubensgeschichte dieser mittelalterlichen Fürstin, die auf alle Macht und Ehre verzichtete, kann auch Menschen unserer Zeit helfen, den eigenen Lebensweg zu bedenken und neue Orientierung zu gewinnen. Die Pflege dieses fast 150 km langen Weges wurde dem neu entstandenen Elisabethpfad-Verein übertragen. Der Pilgerweg enthält Anregungen, beim Gehen des Weges den eigenen Lebensweg zu bedenken. Und: ein Pilgerweg ist immer auch ein Weg der Suche nach Gott.
Die vom Dekanat Runkel angebotene Pilgertour findet am 16. Und 17. Juni 2012 statt. Von Limburg geht es mit dem Zug nach Albshausen. Am, Ende der ersten Etappe wird in Fellingshausen im Hotel übernachtet, von Marburg geht es mit dem Zug zurück nach Limburg. Die Kosten betragen rund € 45 für Bahnfahrt und Übernachtung. Anmeldeschluss ist der 20. April 2012.
Weitere Informationen sind erhältlich und Anmeldungen gehen an: Pfarrer Thomas Keßler, Haus der Kirche, Frankfurter Straße 32, 65549 Limburg, Tel.: 06431 – 4794797 oder e-mail: thomas.kessler.dek.runkel (at) ekhn-net (dot) de.
Für den Herbst plant die Vorbereitungsgruppe eine Pilgerwanderung auf dem durch Rheinland-Pfalz führenden Teil des Jakobsweges.
Stabwechsel im Gemeindebüro
Carola Wagenknecht-Möhn folgt Christine Thomas
Nach rund 30 Jahren im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Steeden wurde Christine Thomas in einem feierlichen Gottesdienst vom Kirchenvorstand der Gemeinde in den Ruhestand verabschiedet. Bei gleicher Gelegenheit stellte sich ihre Nachfolgerin, Carola Wagenknecht-Möhn der Gemeinde vor.
1982 nahm Christine Thomas ihre Arbeit als Pfarrsekretärin auf. In ihrer Würdigung erinnerte die Kirchenvorsteherin Anette Manske an die schwierige Anfangszeit. Denn der Arbeitsplatz von Christine Thomas war zunächst nicht das Pfarrhaus, ihrer noch so kleinen Kinder wegen arbeitet sie zuhause, eine „Art von Homeoffice also“, so Manske. Der damalige Pfarrer Nixdorff brachte seiner Pfarrsekretärin die Arbeit nach Hause. Erst 1985 wechselte die Sekretärin an den Schreibtisch ins Pfarrhaus. Dort arbeitete sie mit weiteren fünf Pfarrerinnen und Pfarrern zusammen. So manche Anekdote aus diesen Jahren ließ die Gemeinde schmunzeln, nach dem Gottesdienst begann so manches Gespräch mit „Weißt Du noch…“. Anette Manske dankte der scheidenden Gemeindesekretärin für ihre langjährige Tätigkeit in der Gemeinde und schloss Eheman Hans-Jürgen in den Dank mit ein. Beiden wünschte sie einen schönen, ereignisreichen Ruhestand und Christine Thomas vor allem auch viel Freude am „Oma-Sein“.
Carola Wagenknecht-Möhn und Christine Thomas (mit Enkelin)
Kirchenvorstandsvorsitzender Volker Ax führte anschließend Carola Wagenknecht-Möhn ein. Die gelernte Industriekauffrau aus Linter arbeitet bereits seit 2002 in der Evangelischen Kirchengemeinde Mensfelden-Linter als Gemeindesekretärin. Diese Tätigkeit wird sie zusätzlich zur neuen Stelle in Steeden fortführen und Ax dankte deshalb dem dortigen Kirchenvorstand und Pfarrer dafür, dass sie die Zustimmung für die zusätzliche Stelle gegeben haben. Volker Ax begründete die Entscheidung für die neue Sekretärin und hob ihre „beeindruckenden Weiterbildungsmaßnahmen“, angefangen bei den allgemeinen Computerschulungen und weitergehend für die speziell in der evangelischen Gemeindeverwaltung benötigten Kurse hervor. „ Wir vom Kirchenvorstand mussten uns erst mal selbst schlau machen, was diese ganzen Kurzformen der Beschreibung von den Weiterbildungsmaßnahmen bedeuten“.
Der Kirchenvorstand und Christine Thomas, so Ax weiter, werden Wagenknecht-Möhn „ kräftig bei der Einarbeitung und Erledigung Ihrer Arbeit, so weit wie wir das mit unseren Möglichkeiten machen können, unterstützen.“ Im Namen des Kirchenvorstandes und für die ganze Gemeinde wünschte er der „Neuen“ einen guten und problemlosen Start und eine gute, gemeinsame Zukunft.
Wie es sich anfühlt, alt zu sein
Wie schwierig es sein kann, mit zittrigen Händen eine Münze in den engen Geldschlitz eines Fahrkartenautomaten zu stecken erfuhren Schülerinnen und Schüler der Erlenbachschule am eigenen Leibe. Im Rahmen des Projektes „Begegnung der Generationen“ des Seniorenwohnzentrums und der Erlenbachschule in Elz versetzten sie sich mit Hilfe eines „Alterssimulators“ in die Situation älterer Menschen. Gewichte an Armen, Beinen und Schultern ließen die Jugendlichen die gebeugte Haltung eines älteren Menschen einnehmen, eine besondere Brille schränkte das Sehvermögen ein und Gummihandschuhe an den Fingern simulierten gealterte Haut. Unter der fachkundigen Leitung von Cara Basquitt, Diözesan-Referentin für Jugend und Schule der Malteser in Limburg, versuchten die Jugendlichen, in einem Telefonbuch zu blättern, eine Münze in einen Fahrkartenautomaten zu stecken, Treppen zu steigen oder die Knie zu beugen. Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler reichten von überrascht bis erschrocken.
So schwierig hatten sie sich das Leben im Alter nicht vorgestellt. „ich habe das Gefühl, ich schrumpfe“ war der überraschte Ausruf einer Schülerin schon beim Anlegen des Anzugs. „Nie mehr werde ich lachen, wenn einem alten Menschen am Automaten die Münze aus den zittrigen Händen fällt, sondern ich werde fragen, ob ich helfen kann“ versprach einer der Schüler.
Betretene Mienen und eher verstörtes Lachen gab es in der Runde, als die Jugendlichen mit zitternden Händen, hervor gerufen mit Hilfe eines „Tremor-Simulators“, versuchten, sich Wasser in ein Glas ein zu gießen und dann zu trinken. „Jetzt habe ich kapiert, was es heißt, alt zu sein. Ich werde in Zukunft helfen, wo ich kann, damit älteren Menschen der Alltag erleichtert wird“ war das einhellige Fazit.
Im ersten Teil des Themas „Umgang mit älteren Menschen“ hatte die Gruppe sich mit Demenz beschäftigt. Alle konnten eigene Erfahrungen aus ihren Familien oder ihrem Umfeld beisteuern. In einem sehr engagierten Gespräch, geleitet von Bianca Westphal, bei den Maltesern Referentin für Seniorendienste, lieferten die Jugendlichen viele Beispiele und entwickelten Ideen, wie an Demenz Erkrankten geholfen, wie mit ihnen umgegangen werden kann. Umsetzen wollen und werden sie ihre Ideen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenwohnheimes Haus Elz, die sie wöchentlich einmal besuchen. Diese „Begegnung der Generationen“, entwickelt aus Anregungen des Projektleiters für schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit des Evangelischen Dekanates Runkel, Pfarrer Thomas Keßler, ist inzwischen aus dem Alltag von Schule und Seniorenheim nicht mehr weg zu denken. Beate Kallenbach, stellvertretende Schulleiterin der Erlenbachschule, war zunächst überrascht, „wie motiviert und mit welcher Hingabe und Begeisterung“ die Siebt- und Achtklässler sich an das Projekt gemacht hätten. Und Schulleiter Karsten Keller ergänzt: „Dies ist eines der schönsten Projekte, das wir je an unserer Schule hatten. Ein Abbruch wäre den Kindern nicht zu zu muten, sie wären bitter enttäuscht“.
Ökumenischer Jugendkreuzweg von Runkel nach Villmar
"Erlöse uns" stand der diesjährigen Ökumenische Jugendkreuzweg in Runkel. Mehr als 70 Jugendliche, 50 Firmlinge aus dem pastoralen Raum Villmar-Runkel und 22 Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Runkel gingen die etwa vier Kilometer lange Strecke von der katholischen Kirche in Runkel zur katholischen Kirche in Villmar. Es begann mit einem Prolog zum Thema Tempelreinigung, dann schulterten die Jugendlichen abwechselnd ein rund 30 Kilogramm schweres Buchenholzkreuz, das alle Teilnehmenden auch als Miniatur am Hals trugen.
Unterwegs wurde an sieben Stationen der Leidenswegweg Jesu nach erlebt. Es waren die Stationen Getsemani, Petrus, Judas, Urteil, Kreuzigung, Tod, Grablegung und der Epilog Maria Magdalenas. Zunächst wurde jeweils ein passender Bibeltext gelesen, dann ein aktueller Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen heute her gestellt und abschließend ein Gebet gesprochen. Alle Texte wurden von den Jugendlichen gelesen und gebetet. Begleitet wurden sie sie von Gemeindereferent Christoph Bernhard, Gemeindereferentin Michaela Kassis und Pfarrer Carsten Adams begleiteten die Jugendlichen. Der Kreuzweg endete in der katholischen Kirche in Villmar, wo es zum Abschluss noch Wasser und Laugengebäck.
Die Jugendlichen aus den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Runkels waren sich einig, allen hat der Kreuzweg gefallen und auch das Kreuz war nicht zu schwer.
Adventsbasar erbringt EUR 3.000
Am 1. Advent 2011 veranstaltete die Handarbeitsgruppe der Evangelischen Kirchengemeinde zum 41. Mal ihren Weihnachtsbasar. Als sie jetzt den Scheck über die erwirtschaftete Summe überreicht bekamen, war die Freude groß: € 3.000,- waren zusammen gekommen. Das Geld spendeten die Frauen je zur Hälfte der evangelischen Aktion „Brot für die Welt“ und der Dehrner Krebsnothilfe.
Der Dank der Evangelischen Frauen geht an alle, die mit ihren Sachspenden zum Erfolg des Weihnachtsbasars beigetragen haben. Ihr Dank gilt auch allen Konfirmanden und deren Eltern, die gemeinsam mit Pfarrer Carsten Adams in der Adventszeit von Haus zu Haus gezogen sind und die Spenden für die Tombola eingesammelt haben. Zu danken ist zudem für die vielen Kuchenspenden aus der Bevölkerung. Die Freude war groß über die zahlreich verkauften Handarbeitsartikel, Socken, Schals, Handtücher, selbst gebackene Plätzchen und die Weihnachtsdekoration. Der Erlös des Basars und die erfahrene Unterstützung bedeutet für die Runkeler Frauen Antrieb und Mut, auch 2012 einen Weihnachtsbasar zu veranstalten. Wer Lust hat, mit zu helfen ist herzlich eingeladen, die eifrigen Damen treffen sich jeden Dienstagnachmittag um 14.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Runkel.
Erste Kinderkirche in Runkel
Ups - was ist denn da? Die Welt ist da! Unter diesem Motto stand der erste Kinderkirchentag in Runkel. 20 Kinder, sechs ehrenamtliche Helfer, Gemeindepädagogin Ursula Bornemann und Pfarrer Carsten Adams bastelten und spielten zum Thema Schöpfung. Der Tag begann um 10 Uhr mit einer Kennenlernrunde und der Schöpfungsgeschichte.
Wie Gott in sechs Tagen die Welt erschuf und am siebten Tag ruhte zeigten der Pfarrer und die Gemeindepädagogin den Kindern mit einer Präsentation mit Bildern und Texten. Danach wurde in drei altersspezifischen Gruppen, Kindergarten, 1.+2. Schuljahr sowie 3.+4. Schuljahr zum Thema Schöpfung gebastelt und zum Schluss alles an einer "Schöpfungswand", bestehend aus Himmel, Erde und Wasser zusammen getragen. Bäume, Tiere, die auf dem Land leben, Vögel, Fische und vieles andere mehr, alles, was es gibt, hat Gott geschaffen.
Zum Abschluss stärkten sich Kinder und Helferinnen mit Hot dogs, Käse und Gemüse. An der KinderKirche beteiligten sich Kinder aus Runkel, Villmar, Ennerich, Schadeck,und Aumenau teil. Es war ein erster Versuch, das neue Konzept des Gemeindepädagogischen Dienstes im Dekanat Runkel in die Tat um zu setzen. Vieles gibt es noch zu verbessern und aus zu bauen, immerhin ein Anfang ist gemacht.
Nächste Veranstaltung der Kinderkirche wird der Kinderkirchentag des Evangelischen Dekanates Runkel am 23. Juni 2012 in Frickhofen sein.
Zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen
„Es fließt mir das Herz über vor Dankbarkeit gegen die Musik, die mich so oft erquickt und aus tiefsten Nöten errettet hat.“ Das sagte Martin Kuther vor fast 500 Jahren.
Im Rahmen der Reformationsdekade hat die EKHN 2012 das Jahr der Kirchenmusik ausgerufen. Viele Projekte finden zu diesem Thema statt, so auch eine Art Staffellauf der Kirchenmusik durch die Propsteien und Dekanate. Am vergangenen Dienstag kam die Stafette in der Evangelischen Kirche in Limburg an. Dort wurde sie in einem anspruchsvollen Konzert von Chören des Dekanats Runkel, dem Mittelhessischen Kammerorchester und Solisten unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann aufgenommen.
Pröpstin Annegret Puttkammer und Ursula Starke vom Zentrum Verkündigung begrüßten die zahlreichen Hörer und wiesen auf die große Rolle hin, die die Musik innerhalb der Kirche spielt.
Das Konzert rankte sich um das Leitlied für diese Woche „Jesu, meine Freude“. Martin Buschmann hatte ein schönes Programm barocker Motetten und Kantaten zusammengestellt, die hohe Anforderungen an Sänger und Instrumentalisten stellten. Unterstützt worden war er dabei von Nicole Ebel, Harald Opitz und Wolfgang Plodek, die die Werke mit ihren Kirchenchören einstudiert hatten.
Die sechs Strophen des Chorals haben eine prägnante und kraftvolle Dramaturgie, die mit der Sehnsucht nach Jesus beginnt, das Abschwören von allen Fährnissen, Sünden aber auch Verlockungen des irdischen Lebens einfordert, um schließlich die Freude des Lebens mit Jesus zu preisen.
Dekanatskantor Christoph Rethmeier, Dekanat Bad Marienberg, überreicht Martin Buschmann die "Stafette"
Dietrich Buxtehude hat eine dicht am Text orientierte Choralkantate über das Lied komponiert, die kunstvolle Kontrapunktik mit großer Ausdrucksstärke vereint. Sowohl Chor und Orchester als auch den Solisten Friederike Buschmann (Sopran) und Andreas Czerney (Bass) gelang es , die Eindrücklichkeit dieser gut 300 Jahre alten Musik herauszustellen.
Eine spannende Vertonung lieferte auch Johann Sebastian Bach in seiner Motette. Sie erklang als reines Chor- und Instrumentalwerk ohne Solisten, wobei jeder der sechs Strophen ein Zwischentext folgte, der das Vorhergehende ausdeutete. Entsprechend aufwändig ist die musikalische Verarbeitung. Die Realisierung stellt große Anforderungen an Chor und Instrumentalisten, die sich ihrer schwierigen Aufgabe mit großer Ernsthaftigkeit erfolgreich stellten.
Im Mittelpunkt des Konzerts stand die Solokantate „Ich habe genug“ ebenfalls von Bach, die inhaltlich eine Steigerung zu dem Choraltext bildet, indem sie das Leben nach dem Tod in der Gemeinschaft mit Jesus verherrlicht. Mit warmer Stimme und sehr eindringlich im Ausdruck gestaltete der Bassist Andreas Czerney seinen Part und lieferte eine anrührende Interpretation der Kantate.
Eine dritte Version zu „Jesu, meine Freude“ brachte die junge Organistin Katharina Scheu mit dem gleichnamigen Choralvorspiel aus Bachs Orgelbüchlein zu Gehör.
Der Applaus am Ende war so begeistert, dass die letzte Strophe des Leitliedes noch einmal wiederholt werden musste.
Anneke Jung
Multimediale Orgelführungs-Trilogie
Teil I in der Evangelischen Kirche zu Limburg
Mit einer dreiteiligen "Multimedialen Orgelführung" präsentiert Kantor Harald Opitz einer interessierten Öffentlichkeit "sein" Instrument, die Orgel in der Limburger Evangelischen Kirche. Die Veranstaltung in der Reihe "KIRCHE TON ART" dient der Sammlung von Geldern für die anstehende Renovierung der Orgel. Das Instrument aus dem Jahre 1975 ist mit seinen 30 Registern auf drei Manualen und Pedal auch in der weiteren Umgebung die größte Orgel in einer Evangelischen Kirche. Als "Universalorgel" disponiert soll sie für alle Stilistiken der Orgelmusik geeignete Klangfarben zur Verfügung stellen.
Diesem Anspruch geht der Kantor im ersten Teil der Orgelführung historisch auf den Grund. Die unterschiedlichen Orgeltypen seit der Antike über Renaissance, Barock, Romantik und Moderne werden erklärt und mit Musikbeispielen veranschaulicht. Der Vortrag wird mit Bildern und kurzen Videoeinspielungen erläutert.
An den weiteren Terminen soll zunächst die Technik der Orgel in Details erläutert werden (20. Mai), wobei hier Grafik und Videos im Vordergrund stehen werden. Im dritten Teil (21. Oktober) geht Opitz auf unterschiedliche Stimmungssysteme in den Epochen des Orgelbaus ein. Hier werden Musikstücke jeweils auf der Orgel in heutiger Stimmung und dann auch auf einem Keyboard in historischer Stimmung zu hören sein.
Die Multimediale Orgelführung I am Sonntag, dem 18. März 2012 beginnt um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche am Bahnhof in Limburg.
Eintritt zur Orgelführung an der Abendkasse EUR 10,-, ermäßigt EUR 7,- und als Familienkarte EUR 20,-.
Seelsorge und Verkündigung erfüllten sein Leben
Pfarrer und Dekan i. R. Franz Gölzenleuchter verstorben
Das Evangelische Dekanat Runkel trauert um Franz Gölzenleuchter.
Der langjährige Dekan und Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Staffel verstarb am Mittwochabend nach schwerer Krankheit in Limburg. Franz Gölzenleuchter wurde 74 Jahre alt. Zuletzt lebte er mit seiner Ehefrau Lilly im Alten- und Pflegeheim Wichernstift in Limburg.
Franz Gölzenleuchter stammt aus Seeheim an der Bergstraße. Der vielfältig Begabte, der von früher Jugend an musizierte, später zu zeichnen begann, gerne und gut fotografierte und literarisches Talent besaß, entschied sich letztendlich für den Beruf des Pfarrers. Die Verkündifgung des Wortes Gottes und die vielfätigen Aufgaben in der Seelsorge lagen ihm besonders am Herzen. Am 16. Mai 1965 wurde Franz Gölzenleuchter in der Lukasgemeinde Worms durch Propst Karl Trabandt aus Mainz ordiniert. Bereits am 1. November 1966 kam er nach Staffel, wo er fünf Jahre später zum Pfarrer auf Lebenszeit ernannt wurde und die Inhaberschaft der Pfarrstelle erhielt. Schnell wurde der Südhesse in Staffel heimisch. Er prägte für mehr als eine Generation maßgeblich das kirchliche und gesellschaftliche Leben in der Region und stieß vielfältige religiöse, diakonische und kulturelle Entwicklungen an.
Am 27. Januar 1980 übernahm der Staffeler Pfarrer ein weiteres Amt. Der bis dahin als stellvertretender Dekan Amtierende wurde kommissarisch zum Dekan ernannt. Da keiner der vier weiteren wählbaren Pfarrer des Dekanates bereit war, das Amt aus zu üben, ließ sich Gölzenleuchter, der sich gerade erst von langer Krankheit erholte, nach einem entsprechenden Votum der Synode in die Pflicht nehmen. Am 20. März 1981 schließlich trat er nach der Wahl durch die Dekanatssynode das Amt für zunächst neun Jahre an, der nach seiner Wiederwahl neun weitere folgten. Am 31. Dezember 1999 ging er auf eigenen Wunsch in den Ruhestand.
Glauben entdecken – Erwachsen glauben
Jahresthema des Evangelischen Dekanates Runkel startet in Hadamar
Mehr als 30 Einzelveranstaltungen bieten das Evangelische Dekanat Runkel und seine Kirchengemeinden nach aktuellem Stand zum Jahresthema 2012 „Glauben entdecken“ an. Die Frühjahrssynode 2011 hat dieses Thema nach intensiver Diskussion ausgewählt, da es inhaltlich an das vorherige „Meine Heimat ist das Mehr…“ anknüpft. Die Angebote reichen von einem Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche unter dem Motto „Wunder der Schöpfung“ über verschiedene Konzerte, Pilgerwanderungen, Liturgischen Spaziergängen und vielem mehr bis zu Glaubenskursen.
Erste Veranstaltung und damit Eröffnungstermin des Jahresthemas ist ein „Glaubenskurs für (Wieder-)Einsteiger“ in Hadamar. Der Kurs richtet sich an Erwachsene, die bisher kaum oder gar nicht mit Kirche und Glaube in Kontakt gekommen sind, oder bei denen dies schon länger her ist und eine Art „Auffrischung“ gewünscht wird. Behandelt und besprochen werden Themen rund um Glaube, Kirche und Gemeinde. Der Kurs umfasst neun Abende und findet zweiwöchentlich statt. Teilnehmende können sich am Ende taufen oder die Konfirmationsrechte zusprechen lassen und damit die Berechtigung erlangen, Pate zu werden.
Pfarrer Thomas Uecker und Pfarrer Johannes Jochemczyk werden den Kurs begleiten und selbstverständlich auch darüber hinaus bei zu Gesprächen zur Verfügung stehen. Der erste Abend findet am statt Mittwoch, dem 25. Januar 2012 von 19.30 – 21.00 Uhr im Evangelischen Schlosskirchensaal in Hadamar (Zugang vom Schlossinnenhof). Die Teilnahme an diesem Kurs ist kostenlos, Anmeldungen sind noch möglich bei Pfarrer Uecker und Pfarrer Jochemczyk unter: Tel.: 06433-2357 oder 06436-91061
Fax: 06433-70326 oder 06436-91062, e-mail thomas.uecker.kg.hadamar (at) ekhn-net (dot) de oder johannes.jochemczyk (at) ekhn-net (dot) de.
In den Gottesdiensten am Sonntag, dem 29. Januar 2012 wird ein Grußwort der Präses der Dekanatssynode, Irmgard Busch und von Dekan Manfred Pollex zur Eröffnung des Jahresthemas „Glauben entdecken“ verlesen.
Weitere Termine zum Jahresthema sind zu finden im Veranstaltungsprogramm des 1. Halbjahres 2012 des Evangelischen Dekanates Runkel, das in allen Kirchengemeinden des Dekanates, im Haus der Kirche in Limburg oder beim Referenten für Öffentlichkeitsarbeit des Dekanates, Helmut Völkel, Tel.: 06431 – 479 49 27, e-mail: helmut.voelkel.dek.runkel (at) ekhn-net (dot) de erhältlich ist
Die Zukunft der Gemeinde im Blick
Neujahrsempfang der Evangelischen Kirchengemeinde Dauborn
Den Blick nach vorn richtete Pfarrer Wolfgang Plodek beim diesjährigen Neujahrsempfang der Evangelischen Kirchengemeinde Dauborn. War in den letzten Jahren der Rückblick auf spannendes Gemeindeleben in den letzten Jahrzehnten das Thema, so widmete sich der Pfarrer im sehr gut gefüllten Gemeindehaus diesmal der Frage: Wie kann die Kirchengemeinde Dauborn sich entwickeln. Und wie beim Rückblick auf Frömmigkeitsgeschichte und historische Entwicklung der Gemeinde schlug der Pfarrer auch beim Blick in die Zukunft einen größeren zeitlichen Bogen. Mindestens die nächsten zehn Jahre nahm er in den Blick. Grundaussage für die Evangelische Kirchengemeinde Dauborn sei, so Plodek, die Feststellung, dass sie ein Dach sei, unter dem viele Platz finden. Natürlich müssen in alle Überlegungen zur Zukunft die Realitäten einfließen, also das weitere Zurückgehen der Mitgliedszahlen, damit einhergehend die geringer werdenden Finanzmittel und daraus folgend die mögliche Kürzung von Pfarrstellen und daraus resultierend die eventuelle Zusammenlegung von Gemeinden.
Wolfgang Plodek stellte fünf mögliche zukünftige Modelle vor.
Hans-Josef Born 25 Jahre im Dienst der Kirche
Die Zahl 25 hatte im Januar 2011 eine besondere Bedeutung im Evangelischen Pfarramt Steeden. Pfarrer Hans-Josef Born blickte auf 25 Jahre segensreiches, erfülltes Wirken als Gemeindepfarrer zurück. Groß öffentlich feiern wollte der Pfarrer sein Dienst- und Ordinationsjubiläum nicht, da er, so Born, die jeweils 20-jährigen Jubiläen festlich begangen hatte und die runden Jubiläen bedeutender als die „schiefen“ seien. Ganz ohne Würdigung ging das Jubiläum dennoch nicht vorüber. Der Dekan des Evangelischen Dekanates Runkel, Manfred Pollex, gratulierte im Namen des Dekanatssynodalvorstandes und der Kollegenschaft und überreichte Born die von der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) verliehene Ehrenurkunde. Und da ein Pfarrhaus ohne Pfarrfrau nur ganz schlecht funktioniert, dankte der Dekan mit einem Blumenstrauß auch Beate Born.
Schupbacher Kirche erstrahlt in neuem Glanz
Nach intensiver Sanierungszeit von knapp 7 Monaten hat die Evangelische Kirchengemeinde Schupbach den Innenraum ihrer Kirche in seiner neuen Gestaltung feierlich wieder eingeweiht.
Bereits 2005 beauftragte der Kirchenvorstand ein Architekturbüro mit der Erstellung eines Sanierungs¬konzeptes und deren Kostenschätzung. Nach ersten Terminen mit dem Architekten, der Landesdenk¬malpflege und der Evangelischen Kirchenverwaltung Hessen-Nassau stellte sich jedoch heraus, dass eine Innen-renovierung gegenüber einer statischen Ertüchtigung des historischen Dachgebälks und der damit einhergehenden Dacheindeckung zurücktreten musste. Zeitgleich mit der aufwendigen Dachsanierung wurden jedoch die Restauratorengemeinschaft Hans und Trommer beauftragt, die historisch wertvolle Kirche im Innenraum auf bestehende Malereien und Farbfassungen zu untersuchen. Diese zeitaufwendige Arbeit schlössen sie mit einer umfangreichen und interessanten Dokumentation ab. Sie diente dazu, ein Konzept zur malerischen Gestaltung des Innenraumes in Anlehnung an in der Kirche gefundenen Farbengrundlagen aus der Barockzeit fest.
Nach Sicherung aller Ausstattungsteile, insbesondere der Orgel, wurde mit der Tonnendecke begonnen. Die Schalung musste angeschliffen, grobe und lose Gipsfüllungen vor allem im Fugenbereich entfernt werden. Große Fehlstellen wurden durch Holzspäne ergänzt, damit die Tonnendecke ihren neuen Anstrich erhalten konnte. Der Gurtbogen erhielt auf Wunsch der Kirchengemeinde den bei der letzten Sanierung überstrichenen Psalmwortlaut zurück. Der Anstrich der Innenwände von 1969 musste in mühevoller Handarbeit fein abgeschlagen, lose Putzstellen gesichert, teilweise abgenommen und ergänzt werden. An einigen Stellen der Fenstergewände traten mittelalterliche florale Wandmalereien zutage. Diese wurden dokumentiert, anschließend die groben Formen der Malereien aufgetragen und an ihren ursprünglichen Fundstellen ausgemalt.
Nur mit Hilfe kleiner Skapelle gelang es den Restauratoren, die floralen Fensterranken von dem 1969 aufgetragenen Anstrich zu befreien und die barocken Ursprünge frei zu legen. Fehlstellen der Malereien wurden mit kleinen Strichretuschen farbliche ergänzt Die Emporenbrüstungen und die Säulen erhielten ihre neue Farbfassung gemäß den unter dem jüngsten Anstrich entdeckten originalfarben. Die Säulen wurden nachträglich filigran marmoriert.
Der Kanzelkorb mit Schalldeckel sowie das Orgelprospekt sind beide keine Originalbestanteile der Schupbacher Kirche.
Schließlich erhielt die Kirche auch eine neue Innenbeleuchtung. Fünf Pendel schmücken nun die Tonnendecke und werden von schlichten Glasleuchten unter der Empore und an den Emporenwänden unterstützt. Und auch an die Ohren der Kirchenbesucher dachten die Restauratoren und statteten die Kirche mit einer neuen Beschallungsanlage aus. Damit ist die umfangreiche Sanierung von Kircheninnenraum und Dachgebälk abgeschlossen. Die Kirche steht der Gemeinde damit als Gottesdienststätte aber auch für Konzerte oder Lesungen wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
Adventsfenster in Brechen
Viermal seit dem Mittwoch nach dem 1. Advent hat sich in Niederbrechen ein Adventsfenster geöffnet, zuerst im katholischen Pfarrbüro, dann in der Bücherei und im Kindergarten. Das letzte Fenster öffnete sich jetzt im Evangelischen Gemeindehaus. Sieben Jungen und Mädchen hatten unter der Anleitung der Gemeindepädagogin Ursula Bornemann zu Pinsel, Farbe, Papier, Scheren und Klebstoff gegriffen und die gläserne Eingangstür des Gemeindehauses adventlich gestaltet. Wie aus einem Mund bestätigten die Kinder, dass sie viel Spaß und Freude beim Malen und Basteln gehabt haben. Ganz nebenbei entstanden auch noch Weihnachtsgeschenke für die Eltern. Was, das, darauf bestanden die Kinder, wird hier nicht verraten, denn die Eltern sollen Heiligabend schließlich überrascht werden. Einen ganzen Nachmittag arbeiteten die Kinder, belohnt wurden sie nicht nur durch leckere Würstchen zur Stärkung zwischendurch, sondern vor allem durch die vielen staunenden „Aahs“ und „Oohs“ von mehr als 60 Eltern, Geschwistern und anderen Gästen. Bei Kaffee, Kuchen und Glühwein verbrachten sie einen vorweihnachtlichen Spätnachmittag im Evangelischen Gemeindehaus.
Für Ursula Bornemann war es eine freudige Überraschung, wie viele Kinder ihrer Einladung zu dem Bastel- und Malnachmittag gefolgt waren, denn nach ihrer Elternzeit kehrt sie nicht in die Gemeinde zurück sondern arbeitet ab sofort projektbezogen im Dekanat Runkel. Sie fand es „total Klasse, die Kinder in Brechen, mit denen sie so lange gearbeitet hat, noch einmal zu sehen.“ Die Gemeindepädagogin möchte zukünftig ihre Arbeit „in den Dörfern im Dekanat fortsetzen“.
Schülerinnen treffen Senioren
“Wo bleiben die Kinder denn nur heute?“ Ganz aufgeregt wenden sich einige Bewohnerinnen des Seniorenwohnzentrums (SWZ) Elz an Manuela Günzl, Mitarbeiterin des SWZ. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Elzer Erlenbachschule wollen sie einen adventlichen Nachmittag mit Basteln, gemeinsamem Singen, miteinander plaudern und Musik hören verbringen. Und da geht auch schon die Tür auf und die Kinder werden fröhlich von den alten Herrschaften begrüßt.
Im April 2011 trafen sich die Schulleitung der Erlenbachschule, die Leitung des SWZ und Pfarrerin Katrin Adams als Seelsorgerin im SWZ auf Einladung von Pfarrer Thomas Keßler, der im Evangelischen Dekanat Runkel das Projekt „schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit“ leitet zu einem Gespräch, um aus zu loten, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Schule und SWZ es gibt. Schnell war die Idee geboren, eine „Begegnung der Generationen“ zu versuchen, die das Kennenlernen verschiedener Lebenswelten möglich machen, das soziale Engagement von Schülerinnen und Schülern fördern und eine aktive Freizeitgestaltung für die Senioren in der Begegnung mit jungen Menschen erreichen sollte. Die Jahrgangsstufen 7 und 8 der Schule waren schnell bereit, mit zu machen. Da sich 17 Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren zur Mitarbeit bereit fanden, wurden zwei Gruppen gebildet, die im 14tägigen Wechsel die Senioren besuchen. Jeweils mittwochs ab 15.30 Uhr kommt eine Gruppe ins SWZ zum gemeinsamen Spielen, Spazierengehen, Basteln, Vorlesen. Vorbereitet werden die Nachmittage von den Schülerinnen und Schülern, die selbständig planen und ihrer Ideen umsetzen.
Schulleiter Karsten Keller, die Religionslehrerinnen und –lehrer sowie Pfarrerin Adams unterstützen sie dabei. Der Sozialdienst des SWZ unterstützt das Projekt. Den Kindern macht die Arbeit inzwischen so viel Spaß, dass sie sogar in der Ferienzeit „ihre“ Senioren“ besuchen. Auch den betreuenden Lehrern, so Silvia Kohlhammer von der Erlenbachschule, mache die Arbeit mit den Kindern und den alten Menschen „sehr viel Spaß“. Die Schule könne sich eine Fortsetzung des Projektes vorstellen. Alle Mitwirkenden betonen die angenehme Stimmung an den Nachmittagen und das unbefangene Miteinander. Und wenn dann mal eine Seniorin fehlt kommt von den Kindern schon mal die Frage, „wo ist denn meine Oma heute“, berichtet Manuela Günzl.
Für den Adventsabend haben zwei Schüler ihre Instrumente mitgebracht und stimmen Advents- und Weihnachtslieder an. Alle singen mit, dabei wird gebastelt und der Raum weihnachtlich geschmückt. Als die Jungen ihre Instrumente einpacken wollen, protestieren die Senioren. Und so wird weiter gespielt und gesungen, gebastelt und geredet.
Hoffnungspäckchen sind gepackt
Die jährliche Weihnachtspäckchen-Aktion des Malteser Hilfsdienstes für bedürftige Kinder feiert in diesem jahr ein rundes Jubiläum. Zum 20. Mal sind Schulen, Kindergärten, Vereine und Privatpersonen aufgerufen, Päckchen für Kinder in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und dem Kosovo zu packen. Die Evangelische Kirchengemeinde Wolfenhausen-Haintchen hat sich mit großem Einsatz an der Aktion „Hoffnungszeichen“ beteiligt. Im Kindergottesdienst wurde die Aktion ebenso vorgestellt wie in einer Sonderausgabe des November-Gemeindebriefes und die Kirchenmitglieder zum Mitmachen eingeladen.
Puzzle, Stofftiere, Lego, Kinderbücher und vieles mehr wurden daraufhin an den nachfolgenden Sonntagen von den Kindern zum Kindergottesdienst mitgebracht. Auch die Gemeindeglieder beteiligten sich rege und lieferten selbstgepackte Päckchen ins Gemeindehaus.
Die Frauen der Frauenhilfe hatten an ihrem Mittwochstreffen alle Hände voll zu tun und waren mit Engagement dabei, um die Spielsachen und Süßigkeiten in Schuhkartons zu verpacken, die von den Schuhläden Meyer aus Laubuseschbach und Gath-Werner aus Weilmünster zur Verfügung gestellt worden waren.
Viele Hoffnungspäckchen konnten so gepackt werden, um Kindern in Waisenhäusern, Blindenschulen, Krankenhäusern und Kindergärten eine Freude zu machen. Bis Mitttwoch, den 30. November 2011 kann noch gespendet werden, am Donnerstag, de 1. Dezember wird der Malteserhilfsdienst weit mehr als 50 Hoffnungspäckchen aus Wolfenhausen abholen, die dann mit großen Lastwagen zu den Kindern in Kroatien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina gefahren werden.
Am Sonntag hat die Gemeinde wie alle Christinnen und Christen den 1. Advent gefeiert. Die erste Kerze am Adventskranz brennt die Zeit der Lichter beginnt. Die „Hoffnungspäckchen“ aus Wolfenhausen sollen ein wenig Licht und Freude in viele Wohnungen auf dem Balkan bringen und Kinderaugen zum Glänzen bringen. In Wolfenhausen ist das bereits gelungen: Die Kinder des Kindergottesdienstes und die Kindergottesdienst-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter waren sich einig: „Nächstes Jahr machen wir wieder mit!“
Matthias Kolland feiert 25-jähriges Ordinationsjubiläum
Den Gottesdienst zum Erntedankfest hatte sich Pfarrer Matthias Kolland als würdigen und angemessenen Rahmen für die Feier seines Ordinationsjubiläums ausgesucht. Zahlreiche Gemeindeglieder und Ehrengäste hatten den Weg in die Evangelische Kirche in Gaudernbach gefunden, um den Pfarrer zu ehren und mit ihm gemeinsam den Ehrentag zu feiern.
Dekan Manfred Pollex überreicht Pfarrer Matthias Kolland die Ehrenurkunde
Der Dekan des Evangelischen Dekanates Runkel, Manfred Pollex, übergab dem Jubilar die Ehrenurkunde des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, und würdigte die Verdienste des Pfarrers. Zunächst blickte er auf den Werdegang Kollands zurück, der in Marburg Evangelische Theologie studiert hat und bereits 1982 sein 1. Theologisches Examen ablegte. Es folgte das Vikariat in Friedberg und in der Evangelischen Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg, danach ein Spezialpraktikum am Emmaus-Altenheim in Oberursel. Seine erste Pfarrstelle übernahm Matthias Kolland in Görsroth. Dort wurde er am 28. September 1986 ordiniert. Kurz vorher hatte er in Oberursel geheiratet. Vor nunmehr fast 21 Jahren, im November 1990, zog Kolland nach Schupbach und übernahm die dortige Pfarrstelle. Seine Frau Guthrun Krieger-Kolland, ging ins Nachbardekanat Weilburg an die Evangelische Kirchengemeinde Merenberg-Allendorf und ist dort bis heute Gemeindepfarrerin. Die späte Ordination beschert Pfarrer Kolland bald das nächste Jubiläum, er kann dann auf 30 Dienstjahre als Pfarrer zurück blicken.
Dekan Pollex beschrieb den Jubilar als einen Menschen, der „über ein Vierteljahrhundert hinweg mit viel Lebenskraft, Menschenliebe, Liebe zur Theologie, Predigt und Seelsorge“ Pfarrer aus Leidenschaft gewesen und geblieben ist. Pollex hob das Engagement des Pfarrers in der Diakonie und in der gesellschaftlichen Verantwortung hervor. Der Dekan verwies aber auch darauf, dass nichts ohne seine Gemeinde ist und bat die Gemeindeglieder, ihren Pfarrer bei seinen zukünftigen Vorhaben weiter so gut zu unterstützen wie bisher. Die fast vollständig erschienenen Kirchenvorsteherinnen und –vorsteher, die Frauenhilfegruppen aus den Gemeindeteilen und der aktiv am Festgottesdienst beteiligte Frauenchor nahmen die Worte des Dekans zustimmend auf. Matthias Kolland wünschte der Dekan, weiterhin sein nicht immer leichtes Amt mit der von der Gemeinde, den Kolleginnen und Kollegen und nicht zuletzt der Familie geschätzten Echtheit und Aufrichtigkeit zu versehen. Die dazu notwendige Gesundheit, Kraft „und neben aller Belastung auch Freude am Pfarrdienst“ solle ihm noch möglichst lange erhalten bleiben.
Erinnerungsorte für Demokratie und Toleranz
Erinnerungsorte, was verbirgt sich überhaupt hinter diesem Begriff? Zunächst fallen jedem dazu sicher Denkmäler, historische Bauten oder andere fassbare Orte ein. Gemeint sind damit jedoch nicht nur topographische Stätten wie der Georgsdom in Limburg oder die Burg Runkel, auch Personen, Ereignisse, Texte und Ideen, Rituale, Lieder oder Institutionen können als Erinnerungsorte gelten. Mit geschichtlich interessanten Orten in der Region Limburg befasst sich jetzt Projekt des Evangelischen Dekanates Runkel. „Erinnern und lernen für die Zukunft“ ist die Überschrift, unter der regionale geschichtliche Lernorte Stätten gefunden werden sollen, die beispielhaft für die vielfältige Vergangenheit der Region stehen. So sollen Lernorte identifiziert werden, an denen Jugendliche lernen können, sich für Demokratie und Toleranz in Gegenwart und Zukunft stark zu machen.
von links: Thomas Eberl, Stephan H. Zimmermann, Mareike Zimmer, Sabine Müller-Wendt
Für möglichst viele dieser geschichtlichen Lernorte sollen in Zusammenarbeit mit historisch und heimatkundlich Interessierten vor Ort erfahrungs- und erlebnisorientierte Unterrichtskonzepte entwickelt werden. Kirchliche und kommunale Jugendgruppen werden die Konzepte dann auf ihre Praxistauglichkeit testen. Die Ergebnisse sollen in einer Broschüre präsentiert werden, mit der Pfarrerinnen, Pfarrer und Gruppenleitende Jugendarbeit praktisch gestalten können.
Um das Projekt entwickeln zu können, gilt es zunächst einmal Informationen über mögliche geschichtliche Lernorte zu sammeln und sich einen Überblick zu verschaffen. Für diese Aufgabe hat das Dekanat mit der Erziehungswissenschaftlerin Mareike Zimmer und der Diplom-Sozialpädagogin Sabine Müller-Wendt zwei qualifizierte Wissenschaftlerinnen gefunden. Sie recherchieren zunächst bis zum Jahresende bei historisch und heimatkundlich Interessierten und erfassen Erinnerungsorte, katalogisieren sie und dokumentieren die Ergebnisse. Beide werden viele Gespräche und Interviews führen, Erinnerungsstätten aufsuchen und fotografieren, mit Hilfe von Interviews Erinnerungen wach rufen. Ihr Interesse, so Mareike Zimmer, reicht „von den Hexenverfolgungen bis zu den Heimatvertriebenen“.
Im zweiten Schritt entstehen in der 1. Jahreshälfte 2012 erfahrungsorientierte Unterrichtsentwürfe und deren Erprobung, bevor die Entwürfe dann umgesetzt, aufgearbeitet und veröffentlicht werden.
Alle Interessierten sind eingeladen, sich am Sammeln von Informationen über Orte, Gebäude, besondere Routen, Personen oder auch Literatur zu beteiligen. Sabine Müller-Wendt und Mareike Zimmer sind zu erreichen über die e-mail-Adresse erinnerungsorte (at) googlemail (dot) com. Sie freuen sich über viele Kontakte und Informationen.
625 Euro für Somalia
Ausstellung Biblische Erzählfiguren beendet
Szenen aus dem Alten und Neuen Testament waren für drei Wochen im Zollhaus Mensfelden zu sehen und in einem Quiz zu erkunden. Wegen des regen Interesses verlängerte das Evangelische Dekanat Runkel als Veranstalter die Ausstellung um eine Woche. Kindergottesdienstgruppen, Frauenkreise, Erwachsenengruppen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und zahlreiche Besucherinnen und Besucher nicht nur aus der Region Limburg-Weilburg ließen sich von der Stimmung in der alten Scheune bezaubern.
Die Figurensehr beweglichen Figuren beeindruckten durch ihre Fähigkeit, vielfältige Körperhaltungen und Gebärden ausdrücken zu können. Da ihre Gesichter nur angedeutet sind, vermitteln die Figuren auch keinen bestimmten Gesichtsausdruck. Das ließ Raum für die Betrachtenden, Stimmungen und Gefühle in die Figuren hiein zu legen.
Die Ausstellungsmacher, Cornelia Eberl, Friederike Töpfer und Pfarrer Thomas Eberl freuten sich über den doppelten Erfolg der Ausstellung. Mit rund 600 Gästen hätten sie vorher in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Und dass sich in der zu Beginn der Ausstellung spontan aufgestellten Spendenbox für die Hungernden in Somalia am Ende € 625,- liegen würden übertraf ihre Erwartungen ebenfalls.
Inzwischen stehen auch die Gewinner des Ausstellungsquiz fest. Über Sachpreise können sich freuen Christina Kayser aus Waldbrunn, Rosemarie Wassum aus Lindenholzhausen, Mathis Kaiser aus Brechen und Katharina Walther aus Kirberg.
Jonas Weg nach Ninive
Dekanatskonfirmandentag in Gnadenthal
Nicht schrecken konnte das eher durchwachsene Wetter am vergangenen Sonntag rund 250 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanates Runkel. Sie und mit Ihnen rund 50 Helferinnen und Helfer ließen sich von den Regenschauern nicht verdrießen und feierten einen fröhlichen Dekanatskonfirmandentag auf dem Gelände der Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal. 19 Stationen waren eingerichtet, die nach einer kurzen Andacht zum Einstieg in den Tag und der Einführung in das Programm zu bewältigen waren. „Jonas Weg nach Ninive“ galt es nach zu empfinden. So konnten die Konfis ihre Wünsche und Hoffnungen notieren, ihren Ängsten Ausdruck verleihen und Fürbitten formulieren. An einer Station galt es die auf viele Zettel verteilte Geschichte von Jona in die richtige Reihenfolge zu bringen, an einer anderen den Wal, der zu Jonas „Herberge“ wurde, zu zeichnen. Eine Collage „Das Neue Ninive“, montiert aus Zeitungsausschnitten, Zeitschriftenfotos und Sprüchen illustrierte die Geschichte von Jona im Schlussgottesdienst.
Spiel und Spaß kamen auch nicht zu kurz. Kistenklettern und Staffelläufe über Hindernisparcours forderten ebenso zu Höchstleistungen heraus wie das Bogenschießen. Und zur Tradition des mittlerweile zum fünften Mal veranstalteten Dekanatskonfitages gehört längst das Turnier der Menschenkicker. Pokalverteidiger Limburg erreichte diesmal nicht das Endspiel, in dem sich die Teams aus Runkel und Linter gegenüber standen. Nach hartem Kampf und unter lautstarker Anfeuerung der Fans setzten sich die Runkeler Konfis mit 6 : 5 Toren durch.
. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Gottesdienst im Brüderhaus, den Pfarrer Bert Rothermel, der Beauftragte für Konfirmandenarbeit im Dekanat Runkel, mit seinem Team vorbereitet hatte. Mit verteilten Rollen in zeitgenössischer Aufmachung und altersgemäßer Sprache erzählte die Gruppe die Geschichte von Jona. Musikalisch umrahmt von der Lobpreisband der Kirchengemeinde Mensfelden-Linter mit Pfarrer Markus Pfeiffer feierten Konfis und Helfer einen fröhlichen Gottesdienst. Die draußen hernieder gehenden heftigen Regengüsse taten der Stimmung auch jetzt keinen Abbruch.
Barbara Häuser 25 Jahre im Dienst der Kirche
Seit fast 10 Jahren Gemeindepfarrerin in Aumenau und Seelbach
In ihrer Bewerbung schrieb Pfarrerin Barbara Häuser sie sei „sehr naturverbunden und lebe gerne auf dem Lande“. Deshalb wolle sie „auf dem Dorf bleiben und sehen, was Aumenau und Seelbach in dieser Hinsicht“ zu bieten haben. Jetzt konnte Barbara Häuser ihr zehnjähriges Dienstjubiläum als Pfarrerin von Aumenau und Seelbach/Arfurt feiern. Damit nicht genug beging sie gleichzeitig ihr 25-jähriges Dienstjubiläum als Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Dekan Manfred Pollex, Pfarrerin Barbara Häuser, Andrea Velten (KV Seelbach), Friedhelm Oestreich (KV Aumenau)
Die gebürtige Gießenerin verließ nach dem Abitur an der dortigen Liebigschule zunächst einmal Hessen, um in Bielefeld-Bethel und Göttingen Theologie zu studieren. Nach dem ersten Theologischen Examen setzte sie ihre Wanderschaft durch die Landeskirchen fort und absolvierte ein dreijähriges Gastvikariat in der Bremischen Evangelischen Kirche. Von dort ging es nach Kronberg im Taunus zum Vikariat, dass Barbara Häuser 1986 mit dem 2. Theologischen Examen abschloss. Ihre erste Pfarrstelle trat sie noch im selben Jahr in der Kirchengemeinde Selters/Drommershausen im Dekanat Weilburg an und wirkte als Krankenhausseelsorgerin an der Hessenklinik in Weilburg. 1997 wurde sie Beauftragte für Frauenarbeit im Dekanat Weilburg und arbeitete im Team der Dekanatsfrauenhilfe mit.
Nach 15 Jahren, so Häuser in ihrer damaligen Bewerbung, hatte sie „Lust, etwas Neues an zu fangen, neue Menschen kennen zu lernen und neue Aufgaben an zu packen“. Ihre ganze Konzentration sollte fortan der Gemeindearbeit gelten, deshalb der Wechsel. Seit Dezember 2001ist sie Pfarrerin in Aumenau und Seelbach. Sie hat das Gemeindeleben gemeinsam mit dem Kirchenvorstand geprägt, besondere Gottesdienste „im Grünen“ oder die „Waldweihnacht“ eingeführt und seelsorgerliche Akzente aufgrund ihrer Erfahrungen in der Klinikseelsorge gesetzt. Der Dekan des Evangelischen Dekanates Runkel, Manfred Pollex, gratulierte im Namen des Dekanatssynodalvorstandes und der Kollegenschaft zum Jubiläum und überreichte die von der Kirchenleitung der EKHN verliehene Ehrenurkunde. Und einen Blumenstrauß gab es selbstverständlich auch noch, bevor im Kreise des Kirchenvorstandes ausführlich die vergangenen Jahr(zehnt)e betrachtet und Zukunftspläne geschmiedet wurden, natürlich bei dem Anlass angemessenen Speisen und Getränken.
Neues Kreuz am Evangelischen Gemeindehaus in Elz
Nicht leicht gemacht hat sich der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Staffel die Entscheidung für ein neues Kreuz, das die Außenfassade des Gemeindezentrums in Elz schmücken soll. Aus mehr als 30 Kreuzformen galt es sich zu entscheiden. Ausgewählt hat der Kirchenvorstand schließlich die lateinische Version, auch „Passionskreuz“ genannt. Bei dieser Kreuzform ist anders als bei der griechischen Form der senkrechte Balken länger als der waagerechte. Das Evangelische Gemeindezentrum ist damit jetzt auch von außen als kirchliches Gebäude zu erkennen. Im Inneren ist im Gottesdienstraum wie traditionell in den meisten Kirchen ein Kruzifix in Richtung Osten hinter dem Altar angebracht.
Das Kreuz ist ein weltweit verbreitetes Symbol, das sowohl religiöse als auch kulturelle Bedeutung hat. Im Christentum ist es das zentrale Zeichen und leitet sich von der Kreuzigung Jesu ab. Auch verschiedene Hilfsorganisationen wie der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Unfallhilfe oder das Rote Kreuz verwenden das Kreuz in ihren Erkennungszeichen. Häufig zu finden ist es zudem in Wappen. Beim Skatspiel ist das Kreuz die höchste Farbe. Von den Bahnübergängen an Schienenstrecken bekannt ist das Andreaskreuz.
Der Kirchenvorstand und die Gemeindepfarrerinnen Katrin Adams und Monika Rupprecht wünschen sich, dass das Kreuz am Evangelischen Gemeindezentrum Elz nicht nur ein Zeichen nach außen bleibt, sondern verstärkt Menschen, nicht nur Gemeindeglieder, anregt, wieder einmal einen Gottesdienst zu besuchen. Außer am Heiligen Abend sind meist noch etliche Plätze im Gottesdienstraum frei.
Eschilishov-Schüler auf Kirchenrallye
Aufgeregte Stimmen, fröhliches Lachen und neugierige Fragen erfüllten die drei Etagen der Evangelischen Kirche am Bahnhof in Limburg. Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 – 10 der Schule am Eschilishov, einer Grund- und Hauptschule in Eschhofen, besuchten die Kirche. Evangelische, katholische und muslimische Schülerinnen und Schüler hatten sich in einem über mehrere Monate laufenden Projekt mit dem Thema „Religionszugehörigkeit“ beschäftigt. Der Besuch in der Evangelischen Kirche war letzte Station der Reise durch die Religionen, vorher waren die Klassen bereits in einer Moschee und einer katholische Kirche gewesen. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Miriam Hornig, Diana Müller und Nicole Schmitt hatten sie sich vorbereitet, etwa durch den Besuch des evangelischen und katholischen Religions- und des Ethikunterrichts.
In der Evangelischen Kirche erwarteten Pfarrerin Ann-Marie Seidel-von Egidy, Kantor Harald Opitz, der Leiter der Jugendfreizeitstätte (JFS) Hans Altenhofen und Kirchenvorsteherin Karin Zeyen die Schülerinnen und Schüler. Ebenfalls begrüßt wurden sie von Pfarrer Thomas Keßler, im Evangelischen Dekanat Runkel verantwortlich für das Projekt „schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit“, der den Kontakt vermittelt hatte.
Der Propst geht, es kommt die Pröpstin
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) verabschiedet Propst
Michael Karg in den Ruhestand. Nachfolgerin Annegret Puttkammer wird eingeführt
Mit stehenden Ovationen der Festversammlung in der
Konferenzhalle Herborn wurde Propst Michael Karg am Sonntagabend
in den Ruhestand verabschiedet. Mit Pfarrerin Annegret Puttkammer als seine Nachfolgerin steht in der Propstei Nord-Nassau erstmals eine Frau an der Spitze. Die frühere Dekanin des Dekanats Herborn tritt ihr neues Amt offiziell am Mittwoch, dem 1. Juni, an.
In einem Festgottesdienst in der Stadtkirche Herborn am Nachmittag verabschiedete Kirchenpräsident Dr. Volker Jung Michael Karg in den Ruhestand und führte Annegret Puttkammer in ihr Amt ein.
Der Kirchenpräsident würdigte Karg als einen klugen, reflektierenden
Menschen, der in der EKHN die bewegten Zeiten des Umbruchs und der
Veränderung in den zurückliegenden Jahren mitbegleitet habe. Es ging um
eine Fülle von Strukturfragen – von der Dekanatsstruktur bis hin zur
Kirchenordnung mit dem Abschied vom alten ‚Leitenden Geistlichen Amt“.
Präses Irmgard Busch verabschiedet Propst Michael Karg in den Ruhestand
Aber auch „tiefgreifende inhaltliche Fragen wie die der Segnung
gleichgeschlechtlicher Paare galt es zu regeln und immer wieder ging es auch um Fragen des
politischen Weges unserer Gesellschaft und dieser Welt“, so der
Kirchenpräsident. Jung habe Karg „als einen sehr
auf die Menschen und auf die Sache konzentrierten Propst erlebt“. In vielen
Gesprächen sei zu spüren gewesen, wie tief Michael Karg verwurzelt war in
jenem Vertrauen auf Gottes Güte und Weggeleit, „wie es ihn
drängte, dass wir als Kirche nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht und
Menschen leiden – als Benachteiligte, als an den Rand Gedrängte, als
Flüchtlinge“.
1999 wählte die Kirchensynode der EKHN den früheren Dekan des Dekanats
Gießen-Land zum Propst für Nord-Nassau. Er bekleidete es vom 1. März 2000
an. In diesem Amt wurde er einmal wiedergewählt. Nun tritt er mit dem 65.
Lebensjahr in den Ruhestand.
Unmittelbar nach der Verabschiedung des scheidenden Propstes führte Volker Jung die Herborner Dekanin Annegret Puttkammer in ihr neues Amt
als Pröpstin ein: „Das ist ein historisches Ereignis. Annegret Puttkammer
ist die erste Pröpstin für Nord-Nassau, das ist ein Grund zur Freude“, sagte
der Kirchenpräsident. Puttkammer, so Jung, wolle eine ‚fröhliche Pröpstin’ sein
Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hatte die
47jährige Herborner Dekanin auf der Herbstsynode 2010 in Frankfurt mit
überwältigender Mehrheit gewählt. Annegret Puttkammer (Jahrgang 1963) war seit März 2008 Dekanin im Dekanat Herborn. Gebürtig in Fulda hat sie ihre Kindheit in Velbert verlebt.
Nach ihrem Studium der Evangelischen Theologie in Münster und Bonn hat
Annegret Puttkammer ihr Vikariat in der Rheinischen Kirche an der
Evangelischen Kirchengemeinde in Kleve absolviert. Danach übernahm sie dort eine
halbe Pfarrstelle und eine halbe Stelle in der Krankenhausseelsorge. Von 1991 bis 1994 war sie Pastorin beim Evangelischen Bibelwerk im Rheinland. Nach der Heirat zog sie zu ihrem Mann Detlef Puttkammer nach Stuttgart und arbeitete dort als Bildungsreferentin im Frauenwerk der Evangelischen Kirche in Württemberg. 1997 ist sie in den Dienst
der EKHN übernommen worden. Sie war seit April 2001 Pfarrerin an der
Evangelischen Kirchengemeinde Neuenhain (Dekanat Kronberg), davor in Dotzheim (Dekanat Wiesbaden). Die Theologin ist auch als Autorin tätig: Unter anderem veröffentlicht sie Beiträge im „Neukirchener“ und dem „Konstanzer Kalender“. Seit 1995 ist sie redaktionell verantwortlich für „Brennpunkt Gemeinde“, einer Zeitschrift für Verkündigung und
Gemeindeaufbau der Arbeitsgemeinschaft „Missionarische Dienste in der
Evangelischen Kirche in Deutschland“, in dessen Vorstand sie seit 2003 ist.
Als Pröpstin möchte Annegret Puttkammer verstärkt um Kirchendistanzierte werben und den Gemeindeaufbau fördern.
In Grußworten würdigten sowohl der Dekan des Evangelischen Dekanates Runkel, Manfred Pollex, als auch Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Bistum Limburg, den scheidenden Propst und sicherten der neuen Pröpstin gute Zusammenarbeit und Unterstützung zu.
Michael Karg und Annegret Puttkammer
“Glauben entdecken” ist das Jahresthema 2012
Dekanatssynode ehrt Lektoren und Prädikantinnen
Die Synode des Evangelischen Dekanates Runkel hat auf ihrer Frühjahrstagung das Jahresthema 2012 beschlossen. Die Synodalen wählten mit großer Mehrheit das Thema „Glauben entdecken“. Zur Auswahl standen drei Themen, die eine Arbeitsgruppe des Dekanates aus einer Anzahl von Vorschlägen ausgewählt hatte, die aus den gemeinden eingegangen waren. Neben „Glauben entdecken“ standen „Jung und Alt“ und „Nachhaltigkeit – nach uns keine Sintflut“ zur Wahl. Nach einem intensiven Austausch über die Themen, in dessen Verlauf bereits viele Ideen und Anregungen zu allen drei Themen gemacht wurden, entschieden sich die Synodalen per Handzeichen für „Glauben entdecken“. Eine Vorbereitungsgruppe unter der Leitung von Pfarrer Thomas Eberl, Profilstelle Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung des Dekanates, wird Ideen und Vorschläge sammeln, sichten und bündeln, um auf der Herbstsynode 2011 ein vorläufiges Programm vorstellen zu können.
Eröffnet wurde die von Präses Irmgard Busch geleitete Synode mit einem Gottesdienst in der Ägidienkirche in der Vitosklinik in Hadamar. Erstmals hörten die Synodalen die neue Truhenorgel des Dekanates, gespielt von Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann. Großen Beifall erhielt der Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde Hadamar, der dem Gottesdienst eine fröhliche Note verlieh.
Der Kinderchor aus Hadamar
Gedenken und Würdigung waren zwei herausragende Tagesordnungspunkte.
In einer bewegenden Ansprache gedachte Dekan Manfred Pollex dem vor wenigen Wochen so unerwartet und tragisch verstorbenen Dr. Wernfried Schreiber. Er arbeitete langjährig im Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Limburg mit, engagierte sich in der Dekanatssynode, vertrat das Dekanat in der Synode der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau (EKHN) und begleitete die Arbeit des Wichern-Stiftes. Sein besonderer Einsatz galt der Umwelt und ökologischen Fragen. Er war Mitglied und langjähriger Vorsitzender des Umweltausschusses der EKHN-Synode.
Zu würdigen galt es 25 Jahre ehrenamtliche Arbeit als Lektoren und Prädikantinnen. Ingrid und Karl-Heinz Fuchs, Helga Reuter, Gisela Wollmann und Frieder Zimmermann erhielten aus den Händen von Dekan Pollex Ehrenurkunden der Kirchenleitung der EKHN und Präsente des Dekanatssynodalvorstandes.
Karl-Heinz und Ingrid Fuchs, Gisela Wollmann, Helga Reuter, Frieder Zimmermann
Langhaltender Beifall der Synodalen dankte den Geehrten für ihren unermüdlichen Einsatz in den Kirchengemeinden des Dekanates.
Eine Truhenorgel für das Evangelische Dekanat Runkel
Die Orgel ist sicherlich das größte Musikinstrument und von ihrer
Konstruktion her auch das komplizierteste, das der Mensch erfunden hat. Nicht ohne Grund heißt sie deswegen die „Königin der Instrumente. Die Orgel ist aber auch eines der ältesten Instrumente der Menschheit. Bereits die Römer besaßen Orgeln, die sie in Tempeln, Palästen und offensichtlich sogar in Amphitheatern aufstellten. Archäologen haben an verschieden Stellen des
römischen Weltreichs Reste von ihnen gefunden. Offensichtlich handelte es sich hierbei um tragbare Kleinorgeln (Truhenorgeln, Portative).
Das Christentum entdeckte das Instrument erst relativ spät für seine
Zwecke. Um die erste Jahrtausendwende vereinzelt, dann in den folgenden
Jahrhunderten immer rasanter, trat die Orgel den Siegeszug als das große Musikinstrument der Christenheit an.
Aus den Gottesdiensten und Gotteshäusern heute ist die Orgel schwerlich weg zu denken.
Neben den großen fest installierten Orgeln standen bis weit ins 18.
Jahrhundert hinein auch stets kleine handliche Kleinorgeln bereit, die
eher zur Begleitung eines Chores oder eines Instrumentalensembles
eingesetzt wurden. Mit der Wiederentdeckung der alten Musik ab
dem 19. Jahrhundert und der Ausbreitung der historischen Aufführungspraxis
ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekommen diese kleinen Orgeln, nun oft in Rekonstruktion oder Anlehnung an ihre historischen Vorbilder gebaut, wieder eine stärkere Bedeutung.
Schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit im Dekanat Runkel
Ein in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bislang noch nicht erprobtes Modell in der schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit ist jetzt im Evangelischen Dekanat Runkel gestartet. Pfarrer Thomas Keßler hat vom Dekanatssynodalvorstand (DSV) den Auftrag erhalten, ein Konzept für die Zusammenarbeit des Dekanates und seiner Gemeinden mit allen weiterführenden Schulen im Raum des Dekanates zu entwickeln. Bislang üblich in der schulbezogenen Jugendarbeit war die Kooperation mit ein oder zwei Schulen. Für die Dauer von zunächst vier Jahren hat der DSV deshalb die Projektstelle eingerichtet mit dem Ziel, verschiedene Modelle evangelischer Bildungsarbeit an der Schnittstelle Schule/Evangelische Kirche zu entwickeln und zu erproben. Mit der Erarbeitung passgenauer Modelle und Variationen für regionale Bildungsarbeit profiliert sich das Dekanat als Bildungspartner und setzt damit einen in seinen Leitlinien formulierten Anspruch um: den Aufbau einer regionalen Bildungslandschaft als aktuelle Herausforderung für die Bildungslandschaft insgesamt. Als „natürlicher“ Partner in diesem Prozess wird der „Partner Schule“ gesehen.
Mit Pfarrer Thomas Keßler hat das Dekanat einen aufgrund seines beruflichen Werdeganges und seiner Kompetenzen und Qualifikationen „passenden“ Projektleiter gefunden. Der 1959 in Gießen Geborene hat zuletzt 14 Jahre als Pfarrer im Schuldienst gearbeitet, per Gestellungsvertrag unterrichtete er an der Tilemannschule in Limburg und wirkte dort als Schullseelsorger. Mit Übernahme der Projektleitung im Dekanat Runkel auf einer halben Stelle war auch ein Schulwechsel verbunden, seit Schuljahresbeginn Mitte August unterrichtet Keßler an der Adolf-Reichwein-Schule, ebenfalls in Limburg.